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Ministerpräsident auf Reisen : Sellering startet Sommertour

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Urlaub hatte der Ministerpräsident schon – und dennoch geht er auf Reisen

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat zum Auftakt seiner Sommertour die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe für den sozialen Zusammenhalt betont. Menschen auch im fortgeschrittenen Alter würden sich in ihren Wohngebieten oft ehrenamtlich engagieren.„Von solchen Personen hängt maßgeblich ab, was an Leben im Quartier stattfindet“, sagte Sellering am Montag in Schwerin beim Besuch eines Nachbarschaftszentrums, das unter Einbindung eines Vereins von der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft betrieben wird.

Jürgen Wörenkemper, zuständig für das Sozialmanagement in der Genossenschaft, mahnte aber mehr Kontinuität bei der Unterstützung solcher Angebote durch Bund und Land an. „Die Treffpunkte funktionieren auf Dauer nur, wenn sie auf einer sicheren Basis stehen. Ehrenamt benötigt feste Strukturen. Wir müssen weg von befristeten Modellprojekten“, forderte Wörenkemper. Seinen Angaben zufolge betreibt die Wohnungsbaugenossenschaft in Schwerin insgesamt neun solcher Nachbarschaftszentren, die allesamt sehr gut angenommen würden.

Die alternde Bevölkerung bringe viele neue Herausforderungen mit sich, sagte Sellering. Deshalb habe der Landtag auch eine Enquete-Kommission zu diesem Thema eingesetzt, in der Politiker und Fachleute zusammen nach neuen Wegen der Betreuung, der medizinischen Versorgung und der Mobilitätssicherung suchen.

Auf Forderungen nach mehr staatlicher Hilfe reagierte Sellering am Montag erneut zurückhaltend. Wichtig sei insbesondere Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie auch mit der neu gegründeten Ehrenamtsstiftung gewährt werde, betonte Sellering, der am Nachmittag noch eine Betreuungseinrichtung in Teterow sowie Unternehmen in Waren und Ganzlin bei Plau am See besuchen wollte. Am Pfaffenteich in Schwerin eröffnete Sellering die Installation „Einheitsmännchen“ des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl.

Sellerings Sommertour dauert bis zum 31. Juli und umfasst an acht Tagen 29 Stationen. Der Dienstag ist jeweils ausgenommen, weil da das Kabinett in Schwerin tagt. Neben sozialen Themen sollen erneut Fragen der Wirtschaft im Mittelpunkt stehen.

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