Chor der Minister : Sangesfreudiges Schweriner Kabinett

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, 3.v.r.)  stellt im  September 2011 sein Kabinett  vor. Manuela  Schwesig (rechts)  ist  mittlerweile  Bundesfamilienministerin, Verkehrsminister  Volker  Schlotmann  scheidet  zum   Jahresende  aus  dem   Amt  aus.
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, 3.v.r.) stellt im September 2011 sein Kabinett vor. Manuela Schwesig (rechts) ist mittlerweile Bundesfamilienministerin, Verkehrsminister Volker Schlotmann scheidet zum Jahresende aus dem Amt aus.

Ob mit Enkeln oder Kindern, zu Weihnachten stimmen auch die Schweriner Minister traditionelle Weisen an – doch nicht immer zu Hause

svz.de von
23. Dezember 2013, 20:30 Uhr

Die Schweriner Ministerriege gibt sich vor dem Fest sangesfreudig. Weihnachtslieder gehören nach dem Bekunden der Kabinettsmitglieder für sie zu den festen Ritualen des Christfestes. Zur Einstimmung übte der Chor der Minister schon bei der alljährlichen Weihnachtsfeier in der Staatskanzlei bekannte Weisen ein. „Das gehört zu diesen Treffen am Jahresende immer dazu. Und die meisten waren auch ganz textsicher“, berichtete Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), ließ aber offen, ob er auch dabei den Ton angab.

Diese Aufgabe könnte schon eher seinem Stellvertreter, Innenminister Lorenz Caffier (CDU), zufallen, der sein musikalisches Können am Keyboard gerade unter Beweis stellte. Er spielte eine CD mit Weihnachtsliedern ein, der Verkaufserlös kommt einem guten Zweck zugute. Doch beim Weihnachtstreffen der Großfamilie zu Hause in Neustrelitz komme die Musik nicht nur von der Konserve. „Da werden die Wachskerzen am Weihnachtsbaum angezündet, und dann wird gesungen“, versichert Caffier. Doch nicht nur Weihnachtslieder – Caffier hat am 24. Dezember Geburtstag.

Zu den Gratulanten wird auch Kabinettskollege Harry Glawe (CDU) gehören. „Da kann ich mich schon mal einstimmen. Und am Abend geht es dann zu Hause mit dem Singen weiter. Das habe ich als Kind so kennengelernt und so auch weitergegeben“, sagt der Wirtschaftsminister, der wie Caffier seine erwachsenen Kinder zum Fest zu Hause erwartet.

Dagegen geht Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) auf Reisen. „Wir fahren zu meinen Eltern nach Düsseldorf. Denen fällt die Fahrt nach Greifswald schon etwas schwerer. Deshalb treffen wir uns bei ihnen. Und unsere Kinder und Enkel kommen auch“, berichtet Kuder. Das gemeinsame Singen gehöre bei den weihnachtlichen Treffen dazu und beginne vor der Bescherung traditionell mit „Ihr Kinderlein kommet“.

Finanzministerin Heike Polzin (SPD) feiert ebenfalls auswärts, bei der Familie ihrer Tochter. „Der Enkel singt uns dann was vor“, hofft sie, will aber mit einstimmen. Schließlich habe sie bei der Weihnachtsfeier im Finanzministerium schon geübt. „Weihnachten ohne Lieder, da würde doch was fehlen“, sagt sie.

Für die bisherige Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) bietet das Fest nach aufregenden Wochen Gelegenheit, im Kreise der Familie zur Besinnung zu kommen, ehe sie sich in Berlin ganz ihrer neuen Aufgabe als Bundesfamilienministerin widmet. Fest eingeplant sei schon der Besuch des Krippenspiels im Schweriner Dom gemeinsam mit dem sechsjährigen Sohn und ihrem Mann. „In der Kirche wird schon mitgesungen, und die Geschenke gibt es dann auch nur nach Vorleistung: Entweder ein Gedicht oder ein Lied“, sagt Schwesig.

Mit Herausforderungen ganz anderer Art sieht sich Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) konfrontiert. „Unsere Tochter kommt jede Woche mit ein, zwei neuen Liedern aus der Kita nach Hause. Da immer mitzuhalten, ist kaum möglich“, stellt Brodkorb fest und bescheinigt der knapp Dreijährigen eine gute Vorbereitung auf das Fest. Er will sich aber bis zum Heiligen Abend noch wappnen. Zeit zum Üben gebe es auch beim gemeinsamen Schmücken des Weihnachtsbaums.

Einfacher hat es da der andere Jung-Vater, Agrarminister Till Backhaus (SPD). „Richard singt mit seinen 18 Monaten noch seine eigenen Lieder“, erzählt Backhaus. Beim Kirchgang am Heiligen Abend und danach zu Hause bei der Bescherung will er textsicher mit gutem Beispiel vorangehen. „Bei uns wurde schon früher zum Fest viel gesungen. Da bleibt einiges hängen“, sagt der Minister. Zum Beispiel „Alle Jahre wieder“.

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