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Neubrandenburg : Rechtsextreme brechen Maiaktion nach Blockaden ab

vom

Mehrere hundert Gegendemonstranten bringen einen Aufmarsch der NPD zum 1. Mai in Neubrandenburg durcheinander.

svz.de von
erstellt am 01.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Die rechtsextreme NPD hat ihre Maiaktion am Freitag in der Oststadt von Neubrandenburg nach vier Stunden vorzeitig abgebrochen. Grund waren Blockaden von mehreren hundert linken Gegendemonstranten. Dadurch begann die Demonstration der rund 300 Rechtsextremen bereits zwei Stunden später, danach wurde die Route mehrfach geändert. Nach einer weiteren Blockade an einer großen Kreuzung sagten die NPD-Anhänger nach vier Stunden den weiteren Verlauf ab und gingen so schnell wie möglich zu den Zügen am drei Kilometer entfernten Bahnhof. Es kam nur sehr vereinzelt zu Zusammenstößen von Linksextremen und Polizisten. Das Konzept der Deeskalation der Polizei bekam Lob von Politikern.„Ich bin froh, dass Besonnenheit geherrscht hat“, sagte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD). „Die Polizei und die Gegendemonstranten waren sehr friedlich eingestellt“, sagte Neubrandenburgs Stadtpräsidentin Irina Parlow (Linke).

Rund 800 Polizisten waren zum Teil auch mit Hunden im Einsatz und hatten Linke und Rechte bereits bei der Ankunft der NPD-Teilnehmer am teilweise abgesperrten Bahnhof getrennt. Dort wurden rund 80 linke Anhänger eingekreist, festgehalten und erkennungsdienstlich behandelt. Sie sollen in eine Schlägerei auf dem Bahnhof Stralsund am Morgen verwickelt gewesen sein.  Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) forderte die NPD auf, Demonstrationen zum 1. Mai in Neubrandenburg künftig zu unterlassen. „Feinde der Demokratie sind in unserer Stadt nicht willkommen“, sagte Witt beim Demokratiefest des DGB auf dem Marktplatz.

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