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Reaktionen in MV: Sellering mit Umfragewerten höchst zufrieden

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erstellt am 04.Mär.2011 | 07:22 Uhr

Schwerin . | Im politischen Schwerin schlug der erste Teil unserer Umfrage gestern ein wie eine Bombe. Von den Resultaten profitiert vor allem einer: Ministerpräsident Erwin Sellering: "Ich freue mich natürlich. Das entspricht dem, was ich bei meinen Bürgergesprächen erfahre", ließ der SPD-Landesvorsitzende und Regierungschef wissen. Während Sellering und seine SPD zufrieden mit den Umfrage-Ergebnissen 34 Prozent Wählerzustimmung sind, wachsen bei CDU (29 Prozent) und Linker (17) die Zweifel. Beide Parteien hatten angekündigt, die SPD nach 13 Jahren vom Sonnenplatz als stärkste Partei im Land verdrängen zu wollen und daraus den Anspruch auf das Amt des Regierungschefs abgeleitet. Doch müssen sie erkennen, dass Sellering die Zeit seit dem Herbst 2008 gut genutzt zu haben scheint.

Dass Sellering weiterregieren will, machte er diese Woche bei einem Pressetermin zum Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich: "Ich will in der nächsten Legislaturperiode die Zuständigkeit für Energiepolitik in einem Ressort bündeln." Außerdem überschrieb die SPD selbstbewusst ihr Wahl- mit "Regierungsprogramm". "Wir wollen besser werden", meinte Caffier nach Bekanntwerden der Umfragewerte. Attacke klingt anders. Die Linke, nach dem Spitzenergebnis bei der Bundestagswahl 2009 vom Geist beseelt, CDU und SPD überflügeln zu können, ist auf dem Boden der Realität gelandet.

Ex-Arbeitsminister Holter, der die Linke gern zurück an die Regierung führen möchte, sieht die für ihn ernüchternden Umfrageergebnisse als Ansporn. "Unsere Zielstellung bleibt: Wir wollen einen Politikwechsel." Am ehesten wohl wieder als Juniorpartner der SPD.

Auch für die kleineren Parteien bleibt es spannend. Die FDP kommt laut Umfrage derzeit auf 5 Prozent und muss sich sputen, will sie wieder in den Landtag einziehen. Die Grünen liegen bei 6 Prozent und das würde der Öko-Partei erstmals den Einzug in das Landesparlament sichern. Die rechtsextreme NPD, seit 2006 im Landtag vertreten, würde mit der derzeitigen Wählerzustimmung von 4 Prozent knapp scheitern.

Etwa 40 Prozent der rund 1000 befragten Wahlberechtigten ließen die Meinungsforscher wissen, dass sei noch nicht genau wüssten, wen sie wählen oder ob sie überhaupt an der Wahl teilnehmen.


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