Mahnwachen, Demonstrationen und Sitzblockaden in 40 Orten geplant : Proteste gegen Castortransport

Greenpeace-Aktivisten entrollen an der Stralsunder Kirche ein Plakat.  dpa
Greenpeace-Aktivisten entrollen an der Stralsunder Kirche ein Plakat. dpa

Gegen den nächsten Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Lubmin planen Atomkraftgegner Proteste quer durch Deutschland. An 40 Orten seien Mahnwachen, Demonstrationen oder auch Sitzblockaden geplant.

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10. Februar 2011, 08:04 Uhr

Greifswald | Gegen den bevorstehenden Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Lubmin planen Atomkraftgegner Proteste quer durch Deutschland. An 40 Orten seien Aktionen wie Mahnwachen, Demonstrationen oder auch Sitzblockaden geplant, sagte Felix Leipold vom Anti-Atom-Bündnis Nordost gestern in Greifswald. Am Startort in Karlsruhe bereiten sich Atomkraftgegner auf eine "Nachttanzblockade" an den Schienen vor, die bereits am Vorabend der für den 16. Februar geplanten Zugabfahrt beginnen soll. Im Raum Lubmin sind 15 Mahnwachen und eine Sitzblockade geplant.

Bis zur Klärung der Endlager-Problematik müsse auf jegliche Atomtransporte verzichtet werden, sagte Leipold. "Der Atommüll lagert in Karlsruhe genauso unsicher wie in Lubmin." Zudem forderte das Bündnis einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. "Castortransporte sind ein Teil der Produktionskette von Atomstrom." Der hochradioaktive Müll stammt aus der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, die 2006 von den bundeseigenen Energiewerken Nord in Lubmin (EWN) übernommen wurde.

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