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Premiere: Bounty läuft bei Hanse Sail ein

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erstellt am 12.Jul.2011 | 06:43 Uhr

Schwerin/Rostock | "Zuversicht" - so lautet der Name des letzten der 234 Schiffe, die bisher auf der Teilnehmerliste der 21. Hanse Sail stehen. Holger Bellgardt, Cheforganisator des Hanse-Sail-Büros, machte diesen Umstand bei der Landespressekonferenz in Schwerin gestern zum Programm: "Aktuell haben sich Schiffe mit einer Gesamtlänge von 6,6 Kilometern angemeldet. Wir sind zuversichtlich, dass wir die sieben Kilometer voll bekommen."

Die Chancen dafür stehen gut: Denn einen Monat vor Beginn des Segelfestes haben sich bereits 234 Schiffe angemeldet. Auch 2010 erreichte die Sail knapp 250 Teilnehmer und in diesem Jahr liegt die Hanse Sail terminlich besonders günstig. Sie ist eingerahmt von zwei internationalen Regatten in Schweden und Litauen.

Sollten noch Segler mit einer gemeinsamen Länge von 400 Meter dazu kommen, wäre die Zahl Sieben bei der 21. Hanse Sail reichlich vertreten. Traditionell sind sieben Veranstaltungsräume für das Fest in Vorbereitung. Außerdem haben sich bereits sieben große, neue Windjammer aus fünf verschiedenen Ländern angekündigt. Insgesamt werden 14 Nationen unter Segel und Dampf vertreten sein. Das bisher beste Teilnehmerfeld, kündigte Holger Bellgardt an - wie in jedem Jahr. "Es werden viele große, wahrnehmbare Schiffe dabei sein", begründet er.

So gehen traditionsreiche Segler wie die "Alexander von Humboldt" noch einmal bei der Hanse Sail vor Anker, bevor sie nach 105 Jahren auf dem Wasser von der "Alex II" ersetzt wird. Auch die 90-jährige Sedov und die 85-jährige Kruzenshtern aus Russland sowie das älteste noch segelnde Vollschiff "Sörlandet" aus Norwegen sind Teilnehmer der Hanse Sail. Dazu besuchen in diesem Jahr viele junge Windjammer die Traditionsveranstaltung, etwa die "Stad Amsterdam" aus den Niederlanden, die im Jahr 2000 das erste Mal in See stach, oder die russische "Mir".

Die besonderen Highlights bei der Segelveranstaltung: Die "Gorch Fock" der deutschen Marine wird im nördlichen Teil des Hafens ankern und dort für Zuschauer rund um die Uhr zugänglich sein. Auch ein amerikanischer Nachbau der historischen "Bounty" kann während des Festes besichtigt werden. Erst zum zweiten Mal ist ein amerikanisches Schiff bei dem Segelfest dabei. Die "Bounty" selbst feiert nach knapp 50 Jahren im Hafen der Hansestadt Premiere.

Befürchtungen, nach der Jubiläumsauflage im vergangenen Jahr könnte die Hanse Sail ihr drittes Jahrzehnt nicht einläuten, versuchte Roland Methling (parteilos), Oberbürgermeister der Stadt Rostock zu entkräften: "Die Hanse Sail strotzt vor Vitalität." Methling räumte zwar ein, dass es bereits seit 20 Jahren Probleme mit der Finanzierung des 1,2-Millionen-Euro-Festes gebe, doch die seien immer gemeistert worden. In diesem Jahr mit besonderem Erfolg, so Methling, denn die Hanse Sail konnte einen zusätzlichen Förderer gewinnen. Die Stadt trägt regelmäßig 400 000 Euro. Enttäuscht zeigte sich der Oberbürgermeister darüber, dass sich das Land nicht finanziell an dem Segelfest beteiligt: "Die Hanse Sail ist eine Bühne für das ganze Land, für die Stadt Rostock allerdings eine freiwillige Veranstaltung."


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