IHK Schwerin : Personalsuche im Kammerpräsidium

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin muss sich womöglich nach einem neuen Präsidenten umsehen.

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08. Oktober 2014, 07:50 Uhr

Chefsuche in der Wirtschaftskammer: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin muss sich womöglich nach einem neuen Präsidenten umsehen. Der bisherige Amtsinhaber Hans Thon will nach seiner Wiederwahl in die Vollversammlung bei den Anfang Dezember anstehenden Spitzenwahlen vorerst nur für einen Vize-Posten im fünfköpfigen Präsidium kandidieren, kündigte Thon gegenüber unserer Zeitung an. Zwar schloss er auch eine Kandidatur für das Präsidentenamt nicht vollständig aus, begründete aber einen möglichen Rückzug mit dem enormen Arbeitsaufwand für den Kammerpräsidenten und seinem Alter von fast 72 Jahren. Thon war 2008 nach dem mehrheitlichen Einzug der Kammerreformer ins Parlament der Wirtschaft an die Spitze der Kammer gewählt worden. Sein Amtsvorgänger Jörgen Thiele hatte eine Wiederwahl in die Vollversammlung verpasst.

Zurückhaltung auch bei den übrigen Präsidiumsmitgliedern: Vize Steffen Timm stehe für eine Kandidatur für die Präsidiumswahl zur Verfügung, kündigte der Werksleiter der Fertigungstechnik Nord in Gadebusch an. Die Arbeit im Führungsgremium habe Spaß gemacht, man habe viele Veränderungen erreichen können, begründete er sein Engagement. Timm war wie die bisherigen Präsidiumsmitglieder Torsten Hecht, Chef des Com In Computersystemhauses in Schwerin, und Volker Rumstich, Geschäftsführer der gleichnamigen Spedition in Parchim, vergangene Woche erneut in die Vollversammlung gewählt worden. Allerdings: Hecht und Rumstich hätten noch nicht über eine erneute Kandidatur entschieden, sagten sie gestern. Das fünfte Präsidiumsmitglied Uwe Hellriegel, Allianz-Generalvertreter aus Banzkow, war nicht wiedergewählt worden.

Weg mit dem Kammerneubau, geringere Beiträge, mehr Transparenz: Vor fünf Jahren hatten die Kammerreformer mit Forderungen nach grundlegenden Veränderungen in der IHK die Stimmenmehrheit erhalten. Unmittelbar nach seiner Wahl hatte Thon angekündigt, dass kein Kammer-Mitarbeiter in den 14 Millionen Euro teurer Kammerneubau einziehen werde. Wenige Wochen später ließen die Reformer doch die Umzugskartons packen. Begründung: Ein Verzicht wäre nur mit erheblichen Kosten möglich gewesen. Fünf Jahre später sieht sich die Kammerspitze trotzdem erfolgreich: Seit 2008 sind die Mitgliedsunternehmen nach eigenen Angaben durch Beitragssenkungen um 1,4 Millionen Euro entlastet worden. Nach dem teurern Kammerneubau sollen bis zum Jahresende alle Kredite getilgt und die Kammer wieder schuldenfrei sein.

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