Backhaus will Ökologisierung vorantreiben : Öko-Bauern sollen mehr Förderung erhalten

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MV soll nach Ansicht von Agrarminister Till Backhaus in Deutschland Vorreiter bei der Umstellung auf biologischen Anbau werden. "Wir werden die Ökologisierung der Landwirtschaft weiter vorantreiben", sagte Backhaus.

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09. Dezember 2013, 19:14 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern soll nach Ansicht von Agrarminister Till Backhaus (SPD) in Deutschland Vorreiter bei der Umstellung auf biologischen Anbau werden. „Wir werden die Ökologisierung der Landwirtschaft weiter vorantreiben“, sagte Backhaus gestern in Schwerin. In der Förderperiode 2014 bis 2020 stünden insgesamt 937 Millionen Euro EU-Geld für die Agrarwirtschaft im Nordosten zur Verfügung. Gut ein Drittel, 321 Millionen Euro, würden in die umweltgerechte Gestaltung der Branche fließen. So soll der Ökolandbau von 120 000 auf 150 000 Hektar wachsen.

Landwirte, die als Neueinsteiger biologisch wirtschaften wollen, erhalten als Umstellungsanreiz für jeden Hektar Acker- und Grünland künftig 210 statt bisher 150 Euro Beihilfe. Biobauern, die auch nach fünf Jahren weiter auf Öko setzen, bekommen 180 statt vormals 150 Euro Zuschuss je Hektar. Vor allem solle mehr Ackerland in Gras- und Weideflächen umgewandelt und dabei auf mineralischen Dünger möglichst komplett verzichtet werden. Backhaus mahnte zugleich das Einhalten einer sinnvollen Fruchtfolge auch im konventionellen Landbau an, um Dünger zu sparen.

Maßnahmen zur vielfältigen Landbewirtschaftung sollen in der nächsten Förderperiode bis 2020 mit insgesamt 33 Millionen Euro unterstützt werden. So müssten insgesamt mehr Obst, Gemüse und Kartoffeln angebaut werden.

Neuentwicklungen in der Agrarbranche sollen von 2014 an stärker in den Fokus gerückt werden. 20 Millionen Euro seien aus dem EU-Topf für die Innovationsförderung eingeplant. 2,4 Millionen Euro kämen den Starthilfen für junge Landwirte zugute, die neu in den Beruf einsteigen.

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