Das Flüchtlingsdrama : Notunterkünfte eingerichtet

Lorenz Caffier (CDU).  Jens Büttner/Archiv
Lorenz Caffier (CDU). Jens Büttner/Archiv

Notunterkunft für 160 Hilfesuchende in Stern Buchholz eingerichtet

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07. September 2015, 06:30 Uhr

Dramatische Zunahme der Flucht: Heute kurz nach Mitternacht hat MV 140 Menschen, die über Ungarn in München gestrandet waren, aufgenommen. Weitere 160 werden heute Abend folgen, nachdem gestern in München nicht wie zunächst angenommen 10 000, sondern 20 000 Flüchtlinge ankamen.

Innenminister Lorenz Caffier hat gestern Mittag die mit großer Geschwindigkeit eingerichtete Notunterkunft in Stern Buchholz bei Schwerin besucht. Auf einem ehemaligen Kasernengelände, auf dem sich auch die mit 600 Personen voll ausgelastete Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber befindet, wurde eine Sporthalle zum Notquartier umfunktioniert.

„Wir haben 160 Feldbetten aufgestellt und die Sanitäreinrichtungen erweitert“, berichtete der Leiter der Erstaufnahmestelle, Heiko Stroth vom Malteser Hilfswerk. Zudem wurden Kaltverpflegungspäckchen zur Sofortausgabe vorbereitet. Am Morgen waren drei Reisebusse losgeschickt worden, um die Menschen aus Fulda abzuholen. Auch auf mehr Hilfesuchende sei MV vorbereitet, sagte der Innenminister unserer Zeitung. Eine weitere Notunterkunft mit 60 Feldbetten sei im Kreis Ludwigslust-Parchim eingerichtet.

Über Bundeswehrkasernen will Caffier heute mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen reden. Nach den neuesten Meldungen gestern Abend sagte Caffier: „Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen.“

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.
 

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