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Deutsche Teamsprint-Trio mit Silber zufrieden : Nimke: "Die Bahn rollt nicht so weg"

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Es war nicht der ganz große Tag der deutschen Teamsprinter bei der Bahnrad-WM im niederländischen Apeldoorn. Stefan Nimke und seine Teamkollegen schafften es am Mittwoch nicht, den Titel zu verteidigen.

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erstellt am 24.Mär.2011 | 08:20 Uhr

Schwerin | Es war nicht der ganz große Tag der deutschen Teamsprinter bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft im niederländischen Apeldoorn. Das Trio mit René Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin) schaffte es am späten Mittwochabend nicht, den Titel zu verteidigen. Im großen Finale mussten sich die drei in 44,483 Sekunden den Franzosen Michael D. Almeida, Gregory Bauge und Kevin Sireau deutlich (43,867) geschlagen geben. "Ja, die Bahn rollt nicht so weg. Für den Anfahrer ist es nicht so dramatisch. Aber auf zwei und drei merkt man das schon, sieht man ja auch an den Zeiten. Aber insgesamt sind wir sehr zufrieden mit Silber. Die Zeit interessiert am Ende keinen", mailte Stefan Nimke unserer Redaktion gestern. Der 33-jährige Schweriner machte damit das Dutzend an WM-Medaillen voll. Seit 1997 stand er nun in Apeldoorn zum zwölften Mal auf dem Podium.

"Mit Blick auf Olympia liegen wir im Soll"

In der Tat haben die deutschen Asse einmal mehr bewiesen, dass sie zu den TopTeams der Welt gehören. Und wären sie in der ersten Runde besser in Tritt gekommen, wer weiß... Enders fuhr sehr schnell an, Levy an Position zwei konnte nicht folgen und auch zwischen dem Cottbuser und dem Schweriner auf drei war erst einmal ein Loch. Schon in der Qualifikation hatten die drei dieselben Probleme. "Wir haben es nicht geschafft, uns im Finale zu steigern. Die Probleme beim Wechsel zwischen Enders und Levy waren noch größer als in der Qualifikation", sagte Bundestrainer Detlef Uibel, dessen Enttäuschung sich in Grenzen hielt. "Mit dem Finale haben wir unsere Pflicht erfüllt. Mit Blick auf Olympia liegen wir im Soll. Um die Qualifikation brauchen wir uns keine Sorgen mehr machen", sagte Uibel, der in London zum zweiten Mal nach 2004 in Athen mit seinem Team nach Gold greifen will. Damals fuhren Jens Fiedler, René Wolff und Nimke zum Olympiasieg. In Peking 2008 gabs Bronze für Enders, Levy und den Schweriner.

Für London qualifizieren sich die fünf besten europäischen Teams. Insgesamt gibt es zwölf Qualifikationsrennen (2x EM, 2x WM und 8 Weltcups). Die Hälfte davon haben die Bahnrad-Asse mittlerweile hinter sich. Weiter gehts dann im Herbst mit der neuen Weltcup-Saison und der Europameisterschaft. Die Weltmeisterschaft im nächsten Frühjahr im australischen Melbourne ist dann der Qualifikations-Abschluss.

Etwas überraschend fuhr Miriam Welte (Kaiserslautern), wie Nimke vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern, im nicht-olympischen 500-m-Zeitfahren zu Bronze. "Eigentlich war der Wettbewerb für mich die Vorbelastung für den Teamsprint, deshalb kommt die Medaille schon überraschend", sagte die 24-Jährige, die nur Olga Panarina aus Weißrussland und Sandie Clair aus Frankreich auf dem Podium den Vortritt lassen musste.


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