Nationales Hochwasserschutzprogramm soll in einem Jahr stehen

Deutschland soll bis Ende 2014 ein nationales Hochwasserschutzprogramm erhalten. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag am Rande der Elbeministerkonferenz in Berlin sagte, habe er sich mit dem Termin bei den Koalitionsverhandlungen im Bund durchsetzen können.

Thema der Konferenz war das Sommerhochwasser 2013. Backhaus zufolge müssten zügig Maßnahmen besonders im präventiven Hochwasserschutz festgelegt werden. „Es muss einen nationalen Konsens geben, dass man bereits vor der nächsten Flut Solidarität zeigt“, sagte er.

Es gehe vor allem um zusätzliche Überflutungsflächen an Ober- und Mittelläufen der Flüsse. Alle davon profitierenden Länder und der Bund sollten sich an der Finanzierung beteiligen. Zudem müssten bautechnische Reserven und Möglichkeiten zur Verbesserung des Abflusses berücksichtigt werden. So habe am Elbeabschnitt zwischen Dömitz und Hitzacker der Bewuchs 2013 zu einem Aufstau von mindestens 45 Zentimetern geführt. In Boizenburg war es daher zu einem Rekordwasserstand von 7,32 Meter gekommen. Im Mecklenburger Bereich seien Abholzungen und die Herstellung von Flutrinnen und Gräben vorgesehen. Dafür sind rund 50 Millionen Euro veranschlagt.

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