Flüchtlinge in MV : MV Spitzenreiter bei Asylanträgen

Flüchtlingskinder in Schwerin

Flüchtlingskinder in Schwerin

Bezogen auf die Einwohnerzahl sind einer Studie zufolge hierzulande im vergangenen Jahr die meisten Asylanträge gestellt worden.

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11. Januar 2016, 19:06 Uhr

Bezogen auf die Einwohnerzahl sind in Mecklenburg-Vorpommern einer Studie zufolge im vergangenen Jahr die meisten Asylanträge gestellt worden. Die Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nahmen im Nordosten 1179 Erstanträge je 100 000 Einwohner entgegen, wie das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe am Montag mitteilte. Der Bundesdurchschnitt lag demnach bei 544 Anträgen, auf den geringsten Wert kam Nordrhein-Westfalen mit 378. Auf Platz zwei und drei lagen den Angaben zufolge das Saarland (1020) und Berlin (959).

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Flüchtlinge nach ihrer Ankunft nicht lange warten, bis sie ihren Asylantrag stellen können. In anderen Bundesländern kann das Monate dauern. Der Grund für das hohe Tempo im Nordosten: Im Oktober hatte das Bundesamt dort eine zweite

„Bearbeitungsstrecke“ für die Entgegennahme von Asylanträgen in Betrieb genommen. Dadurch stieg die Kapazität von 100 auf 300 Anträge pro Tag.

In der Folge konnte MV als erstes Bundesland seine Notunterkünfte schließen, die nach dem sprunghaften Anstieg der Flüchtlingszahlen im September eröffnet worden waren. Dort mussten die Menschen auf ihre Antragstellung warten. Danach werden sie in Mecklenburg-Vorpommern auf die Gemeinden verteilt. Dort warten sie die Entscheidung des Bundesamtes ab. Bekommen sie einen Aufenthaltsstatus, können sie anschließend ihren Wohnsitz frei wählen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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