Manuela Schwesig schwanger : Mutterglück im Bundestag

Angela Merkel gratulierte Manuela Schwesig gestern  im Bundestag.
Angela Merkel gratulierte Manuela Schwesig gestern im Bundestag.

Erst kam die Nachricht ihrer Schwangerschaft in unserer Zeitung, dann kamen die Gratulationen im Netz, und dann kam sie: Mit einem überglücklichen Strahlen erschien Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gestern zur Haushaltsberatung im Bundestag – und erhielt Glückwünsche von allen Seiten. Sogar die Kanzlerin ließ es sich nicht nehmen, ihr zu gratulieren.

svz.de von
08. September 2015, 21:00 Uhr

Sie lächelt, strahlt über das ganze Gesicht, zeigt sich rundum glücklich. Ja, natürlich habe die Kanzlerin schon gratuliert, sagt Manuela Schwesig gestern in Berlin. Eigentlich sollte es bei dem Termin mit Rocksänger Peter Maffay um die Verkehrserziehung von Kinder gehen. Doch das ist jetzt Nebensache, denn: Schwesig ist schwanger. Die Bundesfamilienministerin erwartet ihr zweites Kind (wir berichteten exklusiv). Wölbt sich schon ein Babybauch unter dem roten Kleid? Wie fühlt sie sich? „Mir geht es gut, mir geht es prima“, wiederholt sie geduldig. Sie sei sehr glücklich. Besonders über die vielen Glückwünsche. Die kamen auch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Neuigkeit über den Schwesig-Nachwuchs hätten die Kollegen jedoch erst gestern Morgen erhalten, nachdem die online-Nachrichten aller großen Zeitungen die Meldung aus unserer Zeitung zitierten. „Das ist ja nichts, was man in einer Kabinettssitzung bekanntgeben muss“, sagt die Politikerin nüchtern. Dennoch bedankte sie sich gestern öffentlich für die vielen Gratulationen. „Allen vielen Dank für die Glückwünsche  :-)“, twitterte die Ministerin sofort. 

Das Familienministerium muss also bald eine Weile ohne seine Chefin auskommen – jedoch nur wenige Wochen, wie die 41-Jährige betont. Das zweite Kind ist für sie natürlich kein Grund, ihren Ministerposten an den Nagel zu hängen. Beruf oder Karriere? Die Frage habe sie mit ihrem Mann Stefan pragmatisch beantwortet: Sie hat beim ersten Kind pausiert, nun sei er an der Reihe.

Trotzdem erinnert man sich in Berlin an diesem Tag auch an Schwesigs Vorgängerin. Vier Jahre lang war Kristina Schröder unter Kanzlerin Merkel in der Regierung, 2011 bekam sie ein Kind, als erste Bundesministerin während der Amtszeit. Heute hört man nicht mehr viel von ihr. Schröder hatte angekündigt, sich mehr Zeit für ihre Familie nehmen zu wollen. „Es ist eine ganz persönliche Entscheidung“, sagt Schwesig heute. Für sie sei der Ausstieg jedoch keine Option. Vorbild für Schwesig dürfte eher Ursula von der Leyen sein, die auch einmal im Kabinett für Familien zuständig war. Heute ist die siebenfache Mutter Verteidigungsministerin.

Andrea Nahles, damals Generalsekretärin der SPD, brachte im Januar 2011 ihr erstes Kind zu Welt. Nach zwei Monaten beendete sie ihre Babypause. Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender und Oppositionsführer im Bundestag, nahm 2012 eine Auszeit für seine Tochter.

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