Mini bis riesengroß

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Eier von Wachtel, Huhn, Ente und Strauß: Zu Ostern kommt auch das Exotische gut an. dpa

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28. März 2013, 11:53 Uhr

Mit ihren auffallend bunten Flecken dürften sie trotz geringer Größe auch im Schnee zu finden sein - Wachtel-Eier. Auf einer Farm im Rosenower Wald bei Schwerin, früher einziger ostdeutscher Wachtelproduzent, legen in der Saison von April an Hunderte flinke Feldhühnchen jeden Monat bis zu 3000 winzige Eier, wie Geflügelzüchter Harald Jantzen sagt.

Der Bedarf zu Ostern so zeitig im Jahr allerdings könne nur mit Zukäufen gedeckt werden, räumt der Züchter ein. Vor den Feiertagen gehe stets ein Vielfaches der normalen Menge über den Ladentisch des Hofes. Neben Wachteleiern seien auch größere Gänse- und Enteneier für festliche Osterdekorationen gefragt, sagt Jantzen.

"Das Exotische kommt beim Verbraucher gut an", meint Geflügelhalter Jantzen. Zusammen mit seiner Frau Elke hatte er 1996 die Wachtelfarm vom staatlichen Forst gepachtet, später gekauft. Einst lieferte Rosenow pro Jahr rund acht Millionen Wachtel-Eier, ein kleiner Luxus, den es in der DDR nur in Delikatessenläden zu kaufen gab.

Wachtel-Eier bringen nur etwa ein Sechstel des Gewichts von Hühnereiern auf die Waage, sind aber kräftiger im Geschmack, wie Jantzen erklärt. "Im Osten waren die Raritäten schon lange bekannt und immer begehrt." Daher funktioniere der Direktabsatz in der Region.

Allerdings mache der ausdauernde Winter dieses Jahr den Rassegeflügelzüchtern im Norden zu schaffen, erklärt Verbandssprecher Steffen Kraus. Nur mit zusätzlicher Beleuchtung in Ställen und Schlägen sowie frischer vitaminreicher Kost könne die Legeleistung in Menge und Qualität verbessert werden. "Licht und Futter, das bringt das Geflügel in Frühlingsstimmung", empfiehlt der Sprecher.

Eis und Schnee lassen auch die Großen unter den Eierproduzenten nicht kalt. Auf der Straußenfarm Riederfelde bei Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) haben die Hennen bislang noch nicht ein Ei gelegt, wie Inhaberin Monika Helfrich sagt. Ihre Tiere seien ganzjährig im Freien auf der Weide. "Ostern ist dieses Jahr zu früh, und der Winter dauert zu lange, eine ungünstige Mischung", meint die Züchterin.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Verbandsangaben nur eine Hand voll Straußenfarmen, die vom Direktvertrieb leben. Ab Hof frisch verkauft würden die gewaltigen Eier, die jeweils 20 bis 30 Hühnereier aufwiegen. Außerdem gingen Straußenfleisch und -wurst, Eierschalen, Straußeneierlikör, Leder und Federn der robusten Laufvögel aus Afrika über die Ladentheken, wie Züchter Sven Schröder aus Neu Heinde bei Teterow in der Mecklenburger Schweiz sagt. Der Straußenfarmer versucht momentan, dem Winter ein Schnippchen zu schlagen. "Die Hennen legen im Stall und nicht im Freien", betont er. An die 30 XXL-Eier habe er schon einsammeln können. Die seien allesamt vorbestellt für die Osterfeiertage, sagt Schröder. Kenner würden die extrem harten Schalen vorsichtig aufbohren, das Innere zu einem üppigen Familien-Frühstück verarbeiten und das hohle Ei dann dekorativ ins Osternest legen, verrät der Straußenhalter.

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