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Polizei : Mehr als 10000 Handy-Sünder gestoppt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Härtere Strafen zeigen offensichtlich wenig Wirkung: In Mecklenburg-Vorpommern telefonieren Autofahrer besonders häufig unterwegs.

von
erstellt am 18.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Härtere Strafen zeigen offensichtlich wenig Wirkung. Obwohl der Gesetzgeber das Bußgeld vor einem Jahr von 40 auf 60 Euro erhöht hat, werden in Mecklenburg-Vorpommern mehr Autofahrer mit einem Handy am Ohr erwischt. „10  130 Verstöße hat die Polizei im vergangenen Jahr landesweit geahndet“, sagte Michael Teich, Sprecher des Schweriner Innenministeriums, auf Anfrage. 2013 waren es 8584 Verstöße. Sogar mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der ertappten Handy- und Smartphone-Sünder im Vergleich zu 2011, als noch 4968 Autofahrer beim Telefonieren erwischt wurden.

„Wir appellieren an alle Autofahrer, im Interesse der Verkehrssicherheit auf die Benutzung von Mobilgeräten ohne Freisprechanlage während der Fahrt zu verzichten“, so der Ministeriumssprecher. Denn wer bei Tempo 50 den Blick nur für zwei Sekunden von der Straße abwendet, fährt knapp 20 Meter im Blindflug und gefährdet sein Leben und das anderer.

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sei Telefonieren während der Fahrt genauso gefährlich wie das Fahren mit 0,8 Promille Alkohol. Wer eine SMS schreibt, reagiere genauso eingeschränkt wie mit 1,1 Promille.

Nach einer Umfrage der DA Direkt Versicherung nutzen 30 Prozent der Deutschen am Steuer ihr Mobiltelefon. Besonders häufig greifen Autofahrer in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zum Handy, wo 68 bzw. 64 Prozent von ihnen zugeben, unterwegs zu telefonieren.

Handy-Sünder müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. In Wiederholungsfällen haben Gerichte auch einmonatige Fahrverbote verhängt. Steht das Fahrzeug und ist der Motor ausgeschaltet, darf telefoniert werden.

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