Flüchtlinge in MV : Manuela Schwesig will syrischen Familien Nachzug ermöglichen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält eine Begrenzung des Familiennachzugs von Flüchtlingen für einen Fehler für die Integration.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hält eine Begrenzung des Familiennachzugs von Flüchtlingen für einen Fehler für die Integration.

CSU besteht auf einer Einschränkung des Familiennachzug - die Bundesfamilienministerin (SPD) ist dagegen.

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18. Januar 2016, 08:00 Uhr

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) lehnt Pläne zur Begrenzung des Familiennachzugs für Syrien- Flüchtlinge ab. „Das wäre ein großer Fehler für die Integration“, sagte die Ministerin der „Welt am Sonntag“. „Es ist etwas anderes, 100 Familien zu integrieren als 100 allein reisende Männer.“ Kinder lebten sich schnell in Kita und Schule ein und bauten ihren Familien Brücken. „Wir müssen darauf achten, dass auch die Frauen an Integrationskursen teilnehmen - nicht nur die Männer. Das Thema Gleichberechtigung werde bislang in den Kursen noch viel zu wenig beachtet, kritisierte Schwesig.

Die CSU besteht dagegen weiter auf einer Einschränkung des Familiennachzugs. “Wenn jeder Flüchtling im Schnitt nur drei Familienangehörige nachholt, würde das eine weitere Explosion der Flüchtlingszahlen bedeuten„, sagte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Das wäre eine Überforderung, denn wir haben die Kapazitätsgrenze bereits überschritten.„ Die Koalition will den Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige - vor allem Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien - für zwei Jahre aussetzen. Dies ist Teil des Asylpakets II. Die konkrete Ausgestaltung ist zwischen Union und SPD noch umstritten.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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