Flüchtlinge in MV : LKA: Mehr Kriminalität durch Flüchtlinge

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Vorwurf geschönter Statistiken weist die Polizei in MV zurück

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19. November 2015, 20:45 Uhr

Das Schweriner Landeskriminalamt (LKA) rechnet mit einer Zunahme der Kriminalität durch die Zuwanderung von Flüchtlingen. Gleichzeitig wies die Behörde am Donnerstag für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommerns Vorwürfe zurück, nach denen die Kriminalitätsstatistik im Bezug auf Ausländer in Deutschland geschönt werde, um den „zivilen Frieden“ zu bewahren. In einigen deutschen Zeitungen hatte ein nicht namentlich genannter Polizeibeamter eines nicht näher bezeichneten LKA behauptet, dass die Polizei die Flüchtlingskriminalität herunterspielen soll. Vorgesetzte hätten ihn aufgefordert die Statistik zu schönen. Man könne der Bevölkerung nicht zumuten, dass ein Ergebnis herauskomme, mit dem bestätigt werde, dass es eine Häufung von Gewalt und schwerer Körperverletzung gebe.

„Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bearbeitet und erfasst alle Straftaten gleichermaßen“, erwiderte LKA-Sprecherin Synke Kern. In den letzten Monaten seien weit mehr als 10 000 Menschen nach Mecklenburg-Vorpommern zugewandert. „Zu erwarten, dass diese Menschen keine Straftaten begehen, ist wirklichkeitsfremd“, sagte Frau Kern. Vielmehr bestehe für Flüchtlinge, die gesellschaftlich hier nicht verwurzelt sind, aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen kommen und teilweise traumatisiert sind, ein spezifisches Risiko der Straffälligkeit. Dies werde sich natürlich auch in der polizeilichen Kriminalstatistik widerspiegeln. Ein Teil der Straftaten, die im vierten Quartal dieses Jahres begangen wurden, könnten noch nicht in der Statistik erscheinen, weil die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind. Die meisten Straftaten würden die Flüchtlinge untereinander begehen, so die LKA-Sprecherin.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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