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Politik MV : Linke watscht André Brie ab

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehemaliger Parteivordenker schaffte es nicht auf guten Listenplatz für Landtagswahl. Unter ersten 20 Kandidaten zehn Neulinge

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Der ehemalige Vordenker der Linkspartei, André Brie, wird nach der Wahl 2016 voraussichtlich nicht mehr im Landtag sitzen. Brie, der einst Wahlkampfleiter der Bundespartei war, schaffte es nicht, auf der Vorschlagsliste des Landesvorstandes der Linkspartei auf einen aussichtsreichen Platz zu kommen. Die Wahl der Kandidaten soll auf einer Vertreterversammlung Anfang Januar stattfinden.

Dafür sind unter den ersten 20 Plätzen zehn neue Kandidaten, die derzeit kein Landtagsmandat haben, darunter viele junge Politiker. Schon auf Platz 3 nominierte der Landesvorstand die Rostockerin Eva-Maria Kröger.

Die 33-Jährige ist Fraktionsvorsitzende in der Rostocker Bürgerschaft und arbeitet im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten und Landesvorsitzenden Heidrun Bluhm. Sie ist besonders für ihr Engagement als Aufsichtsratsvorsitzende des Volkstheaters Rostock bekannt. Überraschend auch zwei weitere Nominierungen aus Rostock bzw. dem Landkreis Rostock: Karsten Kolbe aus dem Büro des Europaabgeordneten Helmut Scholz und die Leiterin des Güstrower Familienzentrums „Villa Kunterbündnis“, Karen Larisch, die im Juli den Johannes-Stelling-Preis der SPD-Landtagsfraktion erhalten hatte. Landesgeschäftsführer Kay Kröger: „Damit gehen wir konsequent den Kurs der Verjüngung der Landtagsfraktion weiter, der schon 2011 begann, als die Hälfte der Fraktion neue Abgeordnete waren.“ Derzeit hat die Linkspartei 14 Abgeordnete im Landesparlament, die 2011 alle über die Liste in den Landtag einzogen. Damals erreichte die Partei 18,7 Prozent der Wählerstimmen. Für die Landtagswahlen sagte Landeschefin Heidrun Bluhm: „Wir wollen einen Politikwechsel in MV“. Sie hofft, dass durch die Flüchtlingskrise das Profil der Linken als Partei der sozialen Verantwortung noch viel deutlicher bei den Bürgern im Land ankomme. „Unser Anspruch ist Regierungsverantwortung“, so Bluhm klar.

Als Spitzenkandidat hat die Linke wie erwartet Fraktionschef Helmut Holter aufgestellt. Ihm folgt auf Platz 2 die Bildungsexpertin und ehemalige Schulleiterin aus Nordwestmecklenburg, Simone Oldenburg. Allein unter den aussichtsreichen ersten 15 Kandidatenplätze sind fünf Landtagsneulinge. Drei Abgeordnete hatten erklärt, nicht wieder zu kandidieren.

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