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Lehrerstreik für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn : Lehrer gehen erneut auf die Straße

vom

An den Schulen in Gadebusch, Lützow, Mühlen Eichsen und Rehna legt am Dienstag die Mehrheit der Lehrer ihre Arbeit nieder. Grund ist ein wiederholter Lehrerstreik.

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2011 | 07:45 Uhr

Nordwestmecklenburg | An den Schulen in Gadebusch, Lützow, Mühlen Eichsen und Rehna legt heute die Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer ihre Arbeit nieder. Grund ist ein Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW). Die Eltern müssen sich um die Betreuung ihrer Kinder keine Sorgen machen, denn die wird gewährleistet sein. "Wir haben einen Notdienst eingerichtet. Der ist zweigeteilt bei uns", sagt Iris Lehmann, Schulleiterin der Gadebuscher Heinrich-Heine-Regional Schule mit Grundschule. In der Grundschule in Gadebusch soll es eine Notbesetzung heute geben. Die Eltern können ihre Kleinen also ohne weiteres heute Früh in die Schule bringen. "In der Regional Schule sind nicht alle Klassen vom Streik betroffen", so Lehmann weiter, denn nicht alle Lehrerinnen und Lehrer nehmen am Warnstreik teil.

Wie aus einem Schreiben der GEW hervorgeht, hat es bereits im März 2009 eine Vereinbarung zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern gegeben, einen Tarifvertrag zu schließen, in dem festgeschrieben werden soll, wie eine Lehrkraft mit entsprechender Ausbildung bezahlt werden soll. Des Weiteren fordert die Gewerkschaft 50 Euro mehr Lohn und eine dreiprozentige Anhebung der Gehälter. Auch Mühlen Eichsens Schulleiterin Sybille Schläger befindet sich heute im Arbeitskampf, wie sie sagt. "2009 hat man uns einen Tarifvertrag versprochen, jetzt muss man einige wohl daran wieder erinnern. Unsere Schüler sagen immer: ,Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen", so Schulleiterin Schläger. Aber nicht alle Lehrerinnen und Lehrer der Regional Schule Mühlen Eichsen werden heute in Schwerin streiken, denn die Betreuung der Mädchen und Jungen muss dennoch gewährleistet sein. "Wir haben gesagt, dass die eine Hälfte für die andere, die in der Schule bleibt, mitstreikt", sagt Sybille Schläger, die genauso wie Uwe Döffinger, Schulleiter der Regional Schule mit Grundschule Lützow, auf Erfolg hofft. "Ein Lehrer hat mal zu mir gesagt: ,Ich streike für meine Schüler. Genauso sehe ich das auch", sagt Döffinger. Er hofft, dass sich die Parteien nach dem Warnstreik annähern. "Schöner wäre es gewesen, wenn es ohne Streik gehen würde. Wichtig ist aber, dass wir es gemeinsam tun", so der Lützower Schulleiter weiter.


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