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Investitionsprogramm : Land schließt Lücken im Radwegenetz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

28-Millionen-Programm startet / Neuer Routenplaner

svz.de von
erstellt am 27.Mai.2014 | 21:02 Uhr

Lückenschluss im Radnetz: Land und Bund starten in MV bis 2015 eines der größten Investitionsprogramme zum Ausbau der Radwege in MV. 2014 und 2015 sollen mit insgesamt 28 Millionen Euro straßenbegleitende Wege an Landes- und Bundesstraßen gebaut werden, teilte das Verkehrsministerium gestern mit. Neubau, alternative Strecken auf parallel verlaufenden ländlichen Wegen und Straßen mit weniger als 2500 Fahrzeugen am Tag: Zehn Millionen stecke das Land in ein Lückenschlussprogramm.

Entlang der L 25 zwischen Useriner Mühle und Userin, an der L 191 zwischen Dummerstorf und Beslin, an der L 221 zwischen Rövershagen und Niederhagen: Derzeit seien Radwege für 3,9 Millionen Euro im Bau, teilte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) mit. Weiter stehen für 2014 auf dem Plan: 2,8 Kilometer entlang der B 321 zwischen Abfahrt Sukow bis zum Waldschlösschen, zwei Kilometer an der L 102 zwischen Wismar und Jesendorf – in jedem Jahr könnten 100 Kilometer gebaut werden. Derzeit würden mithilfe von Satellitendaten alle für den Radverkehr nutzbaren Weg erfasst, Netzlücken ermittelt und in der zweiten Jahreshälfte ein Bauplan erstellt, so Pegel. Auf Grundlage der Daten solle bis zum Jahresende ein Online-Routenplaner erstellt werden. Bis zum Jahresende werde zudem an den Kreisstraßen 41 und 42 im Kreis Ludwigslust-Parchim ein neues Radwegeprojekt getestet. Dabei wurde für Radfahrer in beiden Fahrtrichtungen ein ein Meter breiter Schutzstreifen markiert, während Autofahrer die mittlere Fahrbahn nutzen müssen.

Die Radfahrer sehen indes noch größeren Investitionsbedarf: Es seien viele Wege gebaut, aber nicht ausreichend verknüpft worden, kritisiert der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC): „Es gibt zu viele Lücken“, forderte ADFC-Landeschef Steffen Burkhardt weitergehende Investitionen. Der Radverkehr, sowohl der touristische als auch im Alltag, nehme ständig zu. Dem sei das Netz nicht gewachsen. MV werbe bei Urlaubern als Radfahrland, gerate im Vergleich zu anderen Regionen immer mehr ins Hintertreffen.

 

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