zur Navigation springen

Polizei : Länder planen Helikopter-Kooperation

vom

Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen wollen Hubschrauber gemeinsam nutzen

svz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 20:30 Uhr

Die norddeutschen Länder prüfen eine länderübergreifende Kooperation der Polizeihubschrauberstaffeln. Die Zusammenarbeit könnte von der Instandhaltung und Wartung der Hubschrauber über die Aus- und Fortbildung des Personals bis hin zur länderübergreifenden Einsatzunterstützung reichen, teilte das Innenministerium in Schwerin gestern mit.

Dazu hätten die Länder MV, Hamburg und Niedersachsen Projektgruppen eingerichtet, die unter anderem rechtliche, organisatorische, einsatztaktische und wirtschaftliche Aspekte prüften. Diese Prüfungen hätten bereits 2013 begonnen, seien aber noch nicht abgeschlossen. Das Innenministerium reagierte auf eine anhaltende Kritik des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern.

Demnach sind die beiden Polizeihubschrauber des Typs EC 135 mit 15 Mann Besatzung nicht ausgelastet und zu teuer. Pro Jahr koste ein Helikopter mehr als zwei Millionen Euro. 2014 seien die Hubschrauber insgesamt 258 Mal abgehoben, in diesem Jahr bis Ende November 244 Mal. Knapp die Hälfte der Flüge entfiel auf die Suche nach Vermissten. Außerdem habe es Rettungseinsätze gegeben, Flüge zur Aufklärung oder Fahndung sowie zur Suche nach Cannabis- Aufzuchtanlagen.

Kritisiert wurden auch Helikopterflüge von Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Das Innenministerium verteidigte den Betrieb der Hubschrauber. Insbesondere bei der Vermisstensuche, bei Katastropheneinsätzen und besonderen Verkehrs- und Einsatzlagen seien sie unverzichtbar. „Allein die Tatsache, dass im April dieses Jahres in der Gemeinde Preetz ein vermisstes elfjähriges Mädchen mit Einbruch der Dunkelheit durch den Hubschrauber am Rande eines Waldstücks gefunden werden konnte, ist jeden bisher in die Hubschrauber investierten Cent wert“, hieß es vom Ministerium.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen