Gesundheitswesen MV : Krankenhausärzte dringend gesucht

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180 Stellen im Land frei / Werbetour für Studierende startet zum vierten Mal

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02. April 2015, 08:00 Uhr

Im Güstrower KMG Klinikum werden unter anderem Fachärzte für Anästhesiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Gastroentero-logie und Psychiatrie/Psychotherapie gesucht. In der Asklepios Klinik Pasewalk sind neben anderen Stellen für Geriater, Unfallchirurgen und Internisten ausgeschrieben. Das Mediclin Krankenhaus Plau am See braucht Ärzte für die Unfallchirurgie/Orthopädie, die Innere und die Anästhesie/Intensivmedizin… Fast alle der 37 Krankenhäuser im Land suchen derzeit Fachpersonal. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) sind aktuell 180 Mediziner-Stellen unbesetzt, davon 40 für die fachärztliche Weiterbildung. Dabei gibt es ein deutliches Stadt-Land- und ein ebensolches West-Ost-Gefälle, weiß KGMV-Geschäftsführer Wolfgang Gagzow. „Vor allem Häuser an der Peripherie müssen sehr phantasievoll sein, um Mediziner zu gewinnen, dort zu arbeiten.“ Dabei hätten Interessenten beste Bedingungen, um lukrative Konditionen für eine Beschäftigung auszuhandeln: „Wenn der Bedarf höher ist als die Nachfrage, dann steigt auch der Preis“, betont Gagzow.

Von guten Verdienstmöglichkeiten abgesehen, sprechen aus seiner Sicht aber noch weitere Gründe dafür, als Arzt an einem der Krankenhäuser im Land zu arbeiten: „Technisch-infrastrukturell sind hier alle Kliniken auf dem neuesten Stand“, zählt er auf. Dazu kämen „sehr überschaubare, fast schon familiäre Strukturen“ im Gesundheitswesen des Landes, die insbesondere den Vorteil schneller Kommunikations- und Entscheidungswege hätten – weil „jeder jeden kennt“. Und schließlich betont Gagzow: „An den zwei Universitäten und zwölf medizinischen Fachschulen bilden wir hervorragendes Fachpersonal im Land selbst aus.“

Damit dieses Fachpersonal auch nach der Ausbildung im Land bleibt, startet die KGMV am 15. April bereits zum vierten Mal seine „Med-Ahoi-Tour“: Studierende der beiden medizinischen Fakultäten bekommen die Gelegenheit, auf insgesamt sieben Touren je drei Krankenhäuser im Land als potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen. Allein im letzten Jahr hätten 60 junge Leute dieses Angebot genutzt, so Gagzow. „Die Resonanz war ausnahmslos positiv“.

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