AfD-Demonstration Schwerin : Knapp 400 Menschen fordern „Festung Europa“

Die Protestaktion der AfD, an der sich deutlich weniger Menschen beteiligten als vor fünf Wochen, richtet sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

Die Protestaktion der AfD, an der sich deutlich weniger Menschen beteiligten als vor fünf Wochen, richtet sich gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

Die Alternative für Deutschland verlangt in Schwerin den Rücktritt von Kanzlerin Merkel. Die Anhänger der Partei wollen ihrer Asylpolitik nicht folgen.

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21. November 2015, 17:59 Uhr

Die zweite Demonstration der Partei Alternative für Deutschland (AfD) binnen weniger Wochen in Mecklenburg-Vorpommern gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung hat deutlich weniger Teilnehmer gefunden. In Schwerin demonstrierten am Samstag nach Polizeiangaben rund 400 Menschen. Bei einer AfD-Demonstration in Rostock waren am 17. Oktober rund 1800 Menschen auf die Straße gegangen.

Die Demonstranten in Schwerin forderten eine „Festung Europa“ und den Rücktritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich nach wie vor gegen eine Obergrenze für Asylsuchende ausspricht. Begonnen hatte die Auftaktkundgebung mit einer Schweigeminute für die Terroropfer von Paris. Einige Teilnehmer hatten Frankreich-Fahnen dabei.

Im Unterschied zur Aktion in Rostock waren in der Landeshauptstadt keine prominenten NPD-Politiker zu sehen. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit einem Bundesparteitag der rechtsextremen Partei, der am Wochenende im baden-württembergischen Weinheim stattfand.

Die AfD hat nach eigenen Angaben in Mecklenburg-Vorpommern knapp 400 Mitglieder. Am Sonntag soll bei einem Landesparteitag in Güstrow ein neuer Landesvorstand gewählt werden. Für die Spitzenpositionen der Sprecher haben sich bislang die beiden Amtsinhaber Leif-Erik Holm und Matthias Manthei beworben.

Die AfD hat in der Flüchtlingskrise mit Positionen gegen die Asylpolitik der schwarz-roten Bundesregierung viele neue Anhänger gewonnen. Das spiegelt sich auch in deutschlandweiten Umfragen wider.

Nach den Wahlerfolgen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen strebt die Partei 2016 auch in den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns.

Größere Zwischenfälle blieben aus. Lediglich auf dem Marienplatz musste die Polizei etwa 30 mutmaßlich Rechtsgerichtete und 20 Linke voneinander trennen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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