Koalitionsvertrag : Kliniken sind enttäuscht

Die Pläne könnten den Bestand kleiner Kliniken in strukturschwachen Regionen gefährden. So dürften Krankenkassen Einzelverträge mit Krankenhäusern für bestimmte Behandlungen abschließen.

svz.de von
10. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD hat bei der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern Enttäuschung ausgelöst. „Es geht den Koalitionären darum, mehr Druck auszuüben und weniger Geld für diesen Bereich zur Verfügung zu stellen“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Gagzow gestern in Schwerin. „Dass hier die Luft brennt, müsste doch allen Abgeordneten bekannt sein.“ Die Pläne könnten den Bestand kleiner Kliniken in strukturschwachen Regionen gefährden. So dürften Krankenkassen Einzelverträge mit Krankenhäusern für bestimmte Behandlungen abschließen. Dabei gehe es nicht um mehr Qualität, sondern darum, die Preise für diese Leistungen zu drücken. „Dass hier gravierende Systemfehler vorliegen, die beseitigt werden müssen, liegt klar auf der Hand“, betonte Gagzow. Das werde im Koalitionspapier fast völlig ignoriert.

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