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Mordfall Christin M. : Keine Spur vom Kröpeliner Mörder

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erstellt am 18.Jul.2009 | 01:57 Uhr

 Kröpelin | Zwei Jahre nach dem grausamen Mord an der 36-jährigen Krankenschwester Christin M. in einem Waldstück bei Kröpelin tappt die Polizei bei der Fahndung nach dem Täter noch immer im Dunkeln. Ein DNA-Test bei mehr als 6500 Männern, die in der Umgebung des Tatorts leben, habe kein Ergebnis gebracht, sagte Oberstaatsanwalt Peter Lückemann gestern. Insgesamt seien 725 Hinweise aus der Bevölkerung bearbeitet worden - ohne Ergebnis. Nach dem Täter werde europaweit gefahndet. Als eine Spur mit DNA- Mustern in allen Datenbanken Europas verglichen wurde, hatte es Treffer in mehreren Staaten gegeben.

Am 18. Juli 2007 waren die Krankenschwester und ihr damals fünfjähriger Sohn von einem Unbekannten überfallen worden. Die Frau wurde durch Schläge mit einem Ast so schwer verletzt, dass sie am folgenden Tag starb. Ihr Sohn überlebte mit schweren Verletzungen. Dem Mord, der nach Aussagen eines Ermittlers wegen seiner "unglaublichen Brutalität ein außergewöhnlicher Fall" ist, folgte eine der umfangreichsten Fahndungen in der Geschichte Mecklenburg- Vorpommerns. Wegen des vermutlich bewusst ausgewählten Ortes des Verbrechens mit guten Fluchtmöglichkeiten waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der Täter aus der näheren Umgebung kommt.    

Die europaweite Fahndung nach dem "Waldmörder" sei nach Bekanntwerden der Panne bei der Suche nach dem "Phantom von Heilbronn" ins Stocken geraten, sagte Lückemann. Ende März dieses Jahres war bekanntgeworden, dass die nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn im April 2007 an vielen Tatorten gefundene Genspur nicht vom Täter stammte, sondern von einer Arbeiterin, die mit den Wattestäbchen in Berührung gekommen war. Nach dieser Panne seien alle Spuren vom Kröpeliner Mord in einem aufwendigen Verfahren auf Verschmutzung untersucht worden, es seien aber keine entsprechenden Hinweise entdeckt worden. "Wir können unsere Suche mit Nachdruck weiterverfolgen", sagte Lückemann.    

Der Fall werde weiter von der mit mehreren Beamten besetzten Sonderkommission "Christin" bearbeitet. Europaweit seien es fünf Teams mit Spezialisten, die den Täter jagten.

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