Schweriner Theater : Kabinett will Nachbesserungen an Plänen

Joachim Kümmritz
Joachim Kümmritz

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) soll erneut das Gespräch mit der Stadt Schwerin und mit dem Mecklenburgischen Staatstheater über die dortigen Sanierungspläne suchen.

svz.de von
11. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) soll erneut das Gespräch mit der Stadt Schwerin und mit dem Mecklenburgischen Staatstheater über die dortigen Sanierungspläne suchen. Das ist das Resultat eines Zwischenberichts gestern im Kabinett zur Umsetzung des Theatergutachtens der vom Land beauftragten Beratungsgesellschaft „Metrum“. Abweichend von dem Gutachten sehen nach Auffassung des Landes die jetzigen Pläne von Generalintendant Joachim Kümmritz vor, den geforderten sozialverträglichen Abbau von 30 Stellen zu mehr als einem Viertel zu Lasten des künstlerischen Bereichs zu gestalten.

Metrum hatte explizit gefordert, Stellen nicht beim Schauspiel, Ballett etc. einzusparen. Aber nun wird u.a. der Vertrag der einzigen Puppenspielerin nicht verlängert. Auch bei dem Sommer-Event „Puppen im Park“ ist die Zukunft fraglich. Im Aufsichtsrat habe es zwei Gegenstimmen zu dem jetzigen Konzept von Generalintendant Kümmritz gegeben, heißt es. Die Mehrheit habe sich wie die Stadtvertretung hinter die Pläne gestellt. Joachim Kümmritz: „Metrum hat eine Liste mit 30 Leuten aufgestellt, die nicht umsetzbar war.“ Technik, Bühnentechnik, Malsaalvorstand standen zur Disposition. Mit diesen geforderten Stellenstreichungen könne jedoch kein Theater mehr gespielt werden, so Kümmritz. Resultat, 2016 sollen zwei Schauspieler und zwei Tänzer das Theater verlassen. Die Verträge laufen ebenso aus wie der der Puppenspielerin. „Auch ohne Zeitvertrag kann das Puppenspiel erhalten werden“, so der Generalintendant. „Ich handele doch nicht verantwortungslos.“ Man könne nicht wie gefordert 400 000 Euro sparen, aber alles so lassen wie bisher.

Auch das Zusammengehen mit dem Landestheater in Parchim steht im geplanten Zeitraum bis 2020 in Frage, da die 600 000 Euro Einsparungen nicht erreicht werden. Hier sollte u.a. wie bisher das Jugendtheater stattfinden und die Fritz-Reuter-Bühne angesiedelt werden. Anfang Dezember informierten Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) und Generalintendant Joachim Kümmritz über die Sparpläne am Theater.



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