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IN KÜRZE: Krankenhäuser ausgelastet - Weitere Schäden nach Böen

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erstellt am 08.Apr.2011 | 09:21 Uhr

Rostock/Güstrow /Stralsund | Krankenhäuser ausgelastet

Rund 40 Verletzte sind in die umliegenden Krankenhäuser in Rostock, Güstrow und Bad Doberan eingeliefert worden. Nach Angaben der Krankenhausleitungen erlitten die Opfer vor allem Knochenbrüche, Prellungen, Stauchungen und Schädel-Hirn-Verletzungen. Einige von ihnen sind leichtverletzt.

Das KMG Klinikum Güstrow hat mit 23 Unfallopfern die meisten Verletzten aufgenommen. Verwaltungsdirektor Matthias Fischer zufolge müssen drei Schwerverletzte mit Brustverletzungen auf der Intensivstation behandelt werden. Leichter Verletzte seien mit einem Bus ins Krankenhaus gefahren worden. Ärzte und Schwestern seien ins Klinikum zurückgerufen worden oder würden länger am Arbeitsplatz bleiben. "Mit der Zahl der Verletzten sind wir an unserer Kapazitätsgrenze angekommen", sagte Fischer.

Im Klinikum Südstadt Rostock habe es neun Patienten vom Unfallort gegeben, fünf davon mussten stationär aufgenommen werden, so Birger Birkholz, stellvertretender Verwaltungsdirektor. "Sofort nachdem der Alarm ausgelöst wurde, haben wir unsere Frühschicht, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Dienst befand, zum Bleiben verpflichtet." OP-Räume seien frei gehalten worden, um Schwerverletzte sofort versorgen zu können. Für die Betreuung der Angehörigen habe der Krankenhauspsychologe zur Verfügung gestanden.

Ins Universitätsklinikum Rostock wurden vier bis fünf Unfallopfer gebracht, darunter ein Schwerverletzter. Ebensoviele Patienten kamen nach Bad Doberan. Das Personal im Uniklinikum sei verstärkt worden, innerhalb von zehn Minuten sei alles bereit gewesen, so der Ärztliche Direktor Peter Schuff-Werner.

Weitere Schäden nach Böen

Sturmböen von Orkanstärke mit Spitzen bis 120 Stundenkilometern haben gestern in der vorpommernschen Küstenregion zahlreiche Bäume entwurzelt. Allein im Kreis Ostvorpommern habe die Feuerwehr bis zum Nachmittag zehnmal ausrücken müssen, um umgestürzte Bäume von der Fahrbahn zu räumen, sagte eine Polizeisprecherin. Besonders betroffen seien die Landstraßen zwischen Lassan und Anklam sowie auf Rügen und Usedom.

Bei Baumpflanzarbeiten in Steinhagen (Nordvorpommern) wurde ein Arbeiter verletzt, als der Sturm den Ast einer Hainbuche losriss. Der Ast fiel dem 56-Jährigen auf den Kopf, der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwischen Stresow und Bandelin in Ostvorpommern überschlug sich ein Pkw, nachdem sein Anhänger von einer Böe erfasst worden war. Zwei Personen wurden leicht verletzt. In Stralsund deckte der Sturm das Dach eines Einfamilienhauses teilweise ab. Auf Rügen und in der Umgebung stürzten mehrere Bäume um, in Lauterbach auf Bahngleise.


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