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In 80 Gärten um die Welt

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erstellt am 25.Apr.2013 | 08:50 Uhr

Hamburg | Früher lockten die großen Gartenschauen in Hamburg die Besucher in die Mitte der Hansestadt - auf das 47 Hektar große Gelände Planten un Blomen. 1953, 1963 und 1973 wurde hier die Internationale Gartenbau-Ausstellung (IGA) veranstaltet. In diesem Jahr findet in Hamburg wieder eine große internationale Blumenschau statt: die Internationale Gartenschau (IGS). Aber dieses Mal auf der Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg. Heute geht es los. "In 80 Gärten um die Welt" ist das Motto der IGS. Es ist angelehnt an das berühmte Buch von Jules Verne. Rund eine Million Pflanzen werden auf dem Gelände zu bewundern sein.

"Natürlich hat uns das Wetter ein paar Wochen zurückgeworfen", sagt Michael Langenstein, Pressesprecher der igs. "Aber es gab noch nie eine Gartenschau, die nicht zum geplanten Eröffnungstermin gestartet ist - und das wird auch bei uns nicht anders sein." Nach Ostern wurden 200 000 Frühjahrsblumen gepflanzt - und seit dem Herbst warten im Boden 500 000 Blumenzwiebeln auf wärmeres Wetter.

Bis 13. Oktober sollen 7000 Events stattfinden

Rund 100 Hektar wurden in Wilhelmsburg neu gestaltet - hinein in eine typisch norddeutsche Marschlandschaft mit weiten Wiesen, Wildblumen und Wasserkanälen, Graureihern und Gänsen. Bis zum 13. Oktober sollen dort rund 7000 Events stattfinden. Wilhelmsburg gehört seit 1938 zu Hamburg, und zwar zum Bezirk Hamburg-Mitte. Das klingt zentraler, als es ist. Der Stadtteil liegt südlich des Innenstadtkerns mit Binnen- und Außenalster und ist auch lange nicht so chic, aber verkehrstechnisch gut angebunden. Von der S-Bahn-Station Wilhelmsburg führt eine 130 Meter lange Brücke über die Gleise direkt zum Haupteingang der Gartenschau. Von dort aus läuft der Besucher an bunten Containern entlang zu kastenförmig angelegten Hafengärten. Zugeschnitten auf das Maß eines Standardcontainers oder gleich in umgebauten Containern arrangiert, thematisieren sie die verschiedenen Hafenstädte aus "In 80 Tagen um die Welt".

Ein typisches Hafenstadtthema ist natürlich Wasser. Im Geländebereich "Wasserwelten" wollen die Veranstalter verdeutlichen, wo auf der Welt Wassermangel und Wasserüberfluss herrscht. In den "Naturwelten" dagegen werden Visionen von der Natur der Zukunft vorgestellt: Etwa fliegende Erdbeeren oder Gärtnern auf dem Mars. In Hamburg gibt es nicht nur viel Wasser mit Elbe und Alster und jede Menge Grünanlagen und Parks entlang der Wasserflächen, sondern auch viele Kleingärten. Auf dem Gartenschaugelände sind Kleingartenvereine beheimatet. 2013 sind vier davon mit rund 250 Parzellen Teil der Gartenschau. Klönen über den Gartenzaun ist dabei durchaus erwünscht.

In Hamburg regnet es gerne einmal, dann sind die große Blumenschauhalle und das Blumenzelt am Haupteingang für die erwarteten 2,5 Millionen Besucher auf dem igs-Gelände ein gutes Ziel. 26 Ausstellungen auf 5000 Quadratmetern werden sich hier abwechseln, quer durch die Gartenthemen-Palette. Die große Eröffnungsschau umfasst die halbe Welt. Sie heißt "Von Hamburg nach Haiti".

"Goodbye, Johnny, warst mein bester Freund"

Danach sind Rhododendren zu sehen, gefolgt von Beet- und Balkonblumen und Orchideen. Die Abschlussschau, bei der die gesamte Bandbreite der Blütenpracht des Nordens zu sehen sein wird, heißt "Goodbye, Johnny, warst mein bester Freund". Ohne Hans Albers geht in Hamburg eben nichts - auch keine Gartenausstellung.

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