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Doktorhut : Immer mehr Promotionen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hochschulpolitische Konferenz des Landes debattiert heute Qualitätssicherung und Schutz vor Plagiaten

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2014 | 09:21 Uhr

An den beiden Universitäten des Landes greifen immer mehr Wissenschaftler nach dem Doktorhut: In Rostock nimmt die Zahl der Promotionen bereits seit 2009 kontinuierlich zu. Im vergangenen Kalenderjahr gab es hier 304 Promotionen, ein Jahr zuvor wurde 293-mal der akademische Grad eines Doktors oder einer Doktorin verliehen. Den Löwenanteil machten 2013 Doktorarbeiten von Medizinern – insgesamt 116 – aus. In Naturwissenschaften gab es 92 Promotionen, bei den Theologen dagegen nur drei – sie bilden damit das Schlusslicht unter den Fakultäten.

Ähnlich sieht es in Greifswald aus: Hier promovierten im vergangenen Jahr zwischen Mai und November 95 Männer und Frauen. Zwischen November und Mai 2014 wurden 129 Doktortitel verliehen, so Uni-Sprecher Jan Meßerschmidt. Auch in Greifswald meldet die Medizinische Fakultät die mit Abstand meisten Promotionen.

Plagiatsfälle gab es an beiden Universitäten im zurückliegenden Jahr nicht. Die öffentlichen Diskussionen über Plagiate haben nach Einschätzung vieler Wissenschaftler das Bewusstsein für korrekte wissenschaftliche Arbeitsweisen geschärft, so Greifswalds Uni-Sprecher Meßerschmidt.

Heute steht das Thema „Qualitätssicherung bei Promotionen“ im Mittelpunkt der in Greifswald stattfindenden Zweiten Hochschulpolitischen Konferenz des Landes. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will dort auf verbindliche fächerübergreifende Qualitätsstandards für wissenschaftliche Arbeiten drängen. So sollen Promovierende künftig dazu verpflichtet werden, eine Eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass sie die Doktorarbeit ohne fremde Hilfe angefertigt haben. Eine entsprechende Formulierung sollte in das Hochschulgesetz des Landes aufgenommen werden, so die Vorstellung des Ministers. Dies sei kein Eingriff in die Hochschulautonomie. Einzelne Fakultäten der Universitäten im Land sehen schon heute in ihren Promotionsordnungen die Abgabe einer Eidesstattlichen Erklärung vor.

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