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Zwangsverpflichtung? : Hunderte Wahlhelfer fehlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nur noch 24 Tage bis zu den Kommunal- und Europawahlen / Zwangsverpflichtung „letztes Mittel“

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 07:40 Uhr

Weniger als vier Wochen sind es noch bis zu den Kommunal- und Europawahlen am 25. Mai. Doch noch immer fehlen in den Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns hunderte Wahlhelfer.

In Rostock werden noch 450 Freiwillige gesucht, die für den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen sorgen und Stimmen zählen sollen. „Angeschrieben wurden alle Rostocker, die bereits bei früheren Wahlen geholfen haben“, sagte gestern Stadtsprecher Ulrich Kunze. Außerdem bekamen alle Mitarbeiter, die in Behörden tätig sind, Post.

Insgesamt braucht die Hansestadt für den 25. Mai 1600 Wahlhelfer. Sollte die erforderliche Anzahl nicht zur Verfügung stehen, können Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zwangsverpflichtet werden. In Rostock wird über diese Möglichkeit – wie in anderen Kommunen des Landes auch – nachgedacht. „Das ist aber das allerletzte Mittel“, meinte Kunze. Vor zwei Wochen wurde sogar eine Werbeaktion mit Postkarten und Plakaten gestartet. „Mit spürbarer Resonanz“, so der Stadtsprecher.

In Schwerin fehlen bislang noch etwa 100 Wahlhelfer, hieß es aus der Stadtverwaltung. Hier hofft man allerdings, dass die Rekrutierung der noch fehlenden Helfer durch die zahlreichen Landesbehörden in der Stadt kein großes Problem sein sollte.

Seit gestern werden an etwa 80 000 wahlberechtigte Schweriner die Wahlbenachrichtigungen verschickt, die überall bis zum 3. Mai im Briefkasten sein sollten. Zwei Tage später öffnet das Briefwahllokal im Stadthaus. „Wir rechnen damit, dass 10 bis 15 Prozent der Schweriner die Möglichkeit der Briefwahl nutzen“, teilte Stadtsprecherin Michaela Christen mit.

In Wismar fehlen derzeit noch 60 Wahlhelfer, sagte der Kreiswahlleiter von Nordwestmecklenburg, Mathias Diederich. Im gesamten Kreis kommen 800 Helfer zum Einsatz.

Abgestimmt wird am 25. Mai über über die Besetzung der Gemeinderäte, der Kreistage in den sechs Landkreisen und der zwei Stadtvertretungen in den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin. In den ehrenamtlich verwalteten Gemeinden werden zudem die Bürgermeister neu gewählt. Gleichzeitig findet die Wahl der Abgeordneten für das Europaparlament in Straßburg statt.

 

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