Finanzstreit am Gartenzaun : Höhere Gartenumlage: Kreisverband steigt aus

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Die 70 000 Kleingärtner in Mecklenburg-Vorpommern müssen ab 1. Januar 2017 eine höhere Umlage an den Landesverband zahlen.

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09. März 2015, 20:59 Uhr

Kostenanstieg im Garten: Die 70 000 Kleingärtner in Mecklenburg-Vorpommern müssen ab 1. Januar 2017 eine höhere Umlage an den Landesverband zahlen. Die Delegiertenversammlung hat am Samstag in Stralsund gegen die Stimmen aus den Regionalverbänden eine Erhöhung von 3,05 auf vier Euro je Mitglied beschlossen, teilte der erneut gewählte Landesvorsitzende Peter Heinemann gestern mit. Ursprünglichen Plänen zufolge sollte die Umlage um fast zwei auf fünf Euro je Mitglied erhöht werden. Davon sei die Prüfgruppe nach Kritik aus den eigenen Reihen allerdings abgerückt, erklärte Rainer Espig, Chef des Regionalverbandes Müritz. Auch sei eine weitere Gebührenerhöhung wieder vom Tisch. Per Satzungsänderung sollte eine Umlage für besondere Fälle drastisch erhöht werden – von derzeit der doppelten Höhe eines Mitgliedsbeitrages auf das Sechsfache.

Der Landesverband tritt mit einem zur Hälfte neu besetzten Vorstand an: Das Gremium sei auf sechs Sitze reduziert worden, drei davon seien mit neuen Mitgliedern besetzt worden, sagte Heinemann. Mit dem Beitragsbeschluss stellt sich der Landesverband indes gegen tausende Mitglieder in den Kreisverbänden, die Umlageerhöhungen abgelehnt hatten. Der Landesverband habe beim Delegiertentreffen keine ausreichende Auskunft über die wahre Finanzsituation des Verbandes geben, kritisierte Espig. Jetzt droht der Landesverband weiter an Einfluss zu verlieren und auseinanderzubrechen: In den vergangenen Jahren waren bereits vier Kreisverbände aus Bad Doberan, Güstrow, Parchim und Nordwestmecklenburg im Streit aus dem Dachverband ausgetreten. Jetzt folgen offenbar weitere Kreisorganisationen: So werde der Regionalverband Müritz voraussichtlich den Landesverband verlassen, bestätigte Espig einen bereits im Vorfeld gefällten Beschluss.  

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