Hintergrund: Terrortraining

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17. November 2010, 08:06 Uhr

Mehrere hundert Islamisten aus westlichen Ländern sind in den vergangenen Jahren zu einer militärischen Ausbildung in ausländische Terror-Camps gereist. Ihr Ziel sind vor allem die weitgehend von den Taliban und dem Terror-Netzwerk El Kaida kontrollierten pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan. Sie fahren aber auch in den Maghreb, ans Horn von Afrika und in den Jemen. Nur in Einzelfällen wissen die Behörden, wo diese Menschen geblieben sind.

Nach Informationen deutscher Sicherheitsbehörden sollen seit Anfang der 1990er-Jahre rund 200 Islamisten aus der Bundesrepublik eine solche paramilitärische Ausbildung erhalten haben oder noch darauf warten. Bei 65 dieser zum Islam übergetretenen Konvertiten, Deutschen mit Migrationshintergrund oder in der Bundesrepublik lebenden Ausländern haben die Behörden konkrete Hinweise, dass sie ein Terror-Training absolviert haben. 2009 beobachtete der Verfassungsschutz eine Zunahme derartiger Reisen.
Erst im Juni 2010 wurde in Pakistans Krisenregion Waziristan der Deutsch-Syrer Rami M. gefasst, der bereits das El-Kaida-Training absolviert hatte. Ein weiterer unter Terrorverdacht stehender Deutscher wurde vor mehreren Wochen gefasst.

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