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Maikäfer und Mücken halten sich zurück : Großes Krabbeln geht wieder los

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Mit der Sonne sind sie wieder da, die teils recht lästigen Insekten. Der vergangene Winter war nicht kalt genug, um die Populationen von Mücken oder Wespen zu beeinflussen.

Schwerin/Rostock | Mit der Sonne sind sie wieder da, die teils recht lästigen Insekten. Der vergangene Winter war nicht kalt genug, um die Populationen von Mücken oder Wespen zu beeinflussen, wie Anja Neutzling, Sprecherin des Landesamt für Gesundheit und Soziales, erklärte. Nur extreme Bedingungen, die die kalte Jahreszeit 2010/11 im Nordosten nicht aufwies, könnten einen Rückgang bewirken. Hoffnung gebe es dennoch: Für eine richtige Mückenplage wären mehr Niederschläge über einen längeren Zeitraum nötig, meinte Neutzling. Insofern deutete sich momentan noch kein vermehrtes Auftreten von Insekten im Vergleich zum Vorjahr an.

Keine Angst vorm Maikäfer haben in diesem Jahr die Obstbauern im Landkreis Ludwigslust. Die sandige Region um Wittenburg gehört zu den größten Obstanbaugebieten Deutschlands und hatte in der Vergangenheit unter starkem Maikäferfraß zu leiden. Dieses Jahr indes scheint es ruhiger zu sein: "Im April und Mai hatten wir keinen so starken Maikäferflug wie früher", sagte Michael Paul, Leiter des Mostobstanbaus der Fruchtquell Getränkeindustrie (Dodow). Möglicherweise werde erst 2012 wieder ein "Maikäferjahr", das nach dem biologischen Rhythmus des Insekts alle vier Jahre wiederkehre, erklärte Paul. In den Jahren 2000, 2004 und 2008 hatten regelrechte Maikäferinvasionen kaum ein Blatt an Eichen und Laubbäumen der Region gelassen und die Käferlarven Dutzende Hektar Apfelplantagen vernichtet, wie Landwirte der Region sich erinnern.

Laut einer Sprecherin des Landesamtes für Landwirtschaft in Rostock ist noch nicht abzusehen, ob der Gemeine oder Feld-Maikäfer lokal auch in diesem Jahr im Nordosten unterwegs ist. Auch Heiko Schulz von der Waldschutzmeldestelle des Landesforstes bezeichnete die diesjährige Schädlingssaison als "ruhig".

Vermehrt trete indes der Borkenkäfer auf, sagte Schulz. Schon früh im warmen April begann die Flugzeit des Schadinsekts. "Der Borkenkäfer liebt trockenes warmes Wetter." Problematisch: In den Wäldern des Landes liegt noch viel Bruchholz von den Stürmen Mitte April herum. "Das muss jetzt zügig abgefahren werden, sonst dient es dem Insekt als bruttaugliches Material." Die Folge wäre eine Massenvermehrung und der Befall gesunder Bestände, warnte der Fachmann.

Unterdessen grassiert ein amerikanischer Pilz in den Douglasienbeständen. Die "Rußige Douglasienschütte" schädigt die Nadeln der Bäume. Landesweit stieg der Befall von 173 Hektar (2010) auf 236 Hektar Baumbestand, wie es hieß. Auslöser der Erkrankung sei der letzte heiße Juli zusammen mit einem niederschlagsreichen August gewesen.

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erstellt am 05.Jun.2011 | 07:41 Uhr

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