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Großen Städten fehlen Wahlhelfer

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erstellt am 13.Jul.2011 | 07:28 Uhr

Schwerin/Rostock | Plakataktionen in der Stadt, Aufrufe in den Medien, verwaltungsinterne Appelle - seit Wochen rührt die Hansestadt Rostock die Werbetrommel für eine ehrenamtliche Unterstützung der Landtagswahlen am 4. September 2011. Benötigt werden insgesamt 1600 Wahlhelfer für die 190 Wahlokale in Rostock. Davon fehlen sieben Wochen vor der Wahl allerdings noch rund 500 Ehrenamtliche, wie die Leiterin des Bereichs Wahlen bei der Stadt, Bettina Bestier, sagt.

Für die stellvertretende Kreiswahlleiterin ist das allerdings noch kein Grund zur Beunruhigung. "Vor Landtagswahlen läuft die Rekrutierung oft etwas schleppender, doch letztlich haben wir noch immer genügend Freiwillige gefunden", sagt Bestier. Sollte dies einmal nicht gelingen, könnten weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung zur Hilfe verpflichtet werden. Zudem hätten die Landesbehörden angeboten, Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.

Landesweit werden für die Landtags- und Kommunalwahlen am 4. September etwa 15 000 Unterstützer benötigt. Dabei ist Rostock nicht die einzige Stadt im Nordosten, die noch Ehrenamtliche sucht. Auch in Neubrandenburg fehlen noch knapp 90 von insgesamt 600 benötigten Wahlhelfern. "Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte", sagt die stellvertretende Kreiswahlleiterin Nina Timm. Die bisher rekrutierten Helfer stammten zur Hälfte aus der Behörde. Einige seien schon seit Jahren dabei, berichtet Timm.

Auf Stamm-Helfer kann auch die Landeshauptstadt zurückgreifen. In Schwerin fehlen nur noch 50 von 700 Ehrenamtlichen, wie Pressesprecherin Mareike Wolf sagt. In Greifswald werden dagegen noch 80 von 570 Unterstützern gesucht. In Wismar fehlen noch 25 Beisitzer.

Etwas leichter gestaltet sich die Rekrutierung offenbar auf dem Lande. "In den ländlichen Bereichen ist die Suche nach Wahlhelfern generell nicht so dramatisch", heißt es beispielsweise bei der Wahlleitung in Demmin. Das bestätigen auch die Kollegen in Anklam.

Einige Städte erhöhen unterdessen den finanziellen Anreiz für die Mithilfe. So zahlt Rostock statt der vorgeschriebenen Aufwandsentschädigung von 21 Euro zwischen 30 und 40 Euro für Wahlvorsteher, Schriftführer und Beisitzer. Deren Aufgaben: Sie nehmen unter anderem die Wahlunterlagen von der Gemeindewahlbehörde entgegen, überwachen die Wahlhandlung im Zeitraum von 8 bis 18 Uhr und zählen die Stimmzettel aus. Wie die Arbeit auf- und eingeteilt wird, bestimmt der jeweilige Wahlvorsteher, der zuvor in der Regel entsprechend geschult wird.

Wer Interesse hat, am Wahltag mitzuhelfen, kann sich an das Wahlbüro seiner Kommune wenden.

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