Widerstand : Greifswalder planen Mahnwache vor AfD-Parteitag

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27. November 2014, 14:23 Uhr

Gegen den für Sonnabend geplanten Landesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) regt sich in der Hansestadt Widerstand. Ein Bündnis aus Greifswalder Vereinen, Initiativen, Organisationen, Parteien und Einzelpersonen ruft jetzt zu einer Gegenveranstaltung auf.

Mit einer Mahnwache unter dem Motto „Ein Zeichen gegen Alltagsrassismus, Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit! Ein Zeichen gegen die AfD Mecklenburg-Vorpommern“ will das Aktionsbündnis morgen zwischen 9 und 16 Uhr vor dem Parteitags-Hotel „Alltagsrassismus, Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit“ in der AfD anprangern.

„Wir wollen der AfD, die bekanntlich gerne mit der NPD zusammen arbeitet, zeigen, was von ihr zu halten ist: Nichts!“, betonen die Initiatoren der Mahnwache, zu denen neben dem Bündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!“ unter anderem auch die Ortsvereine von Linken, Bündnis 90/Die Grünen und SPD, der Pfadfinderbund und die Studierendenschaft der Greifswalder Universität gehören.

Im September hatten im Kreistag Vorpommern-Greifswald Abgeordnete der AfD einem Antrag der rechtsextremen NPD zugestimmt. Diese wollte den Kreistag auffordern, das Kirchenasyl der Wolgaster St. Petri Gemeinde für einen jungen Mann aus Mali zu missbilligen. In Nordwestmecklenburg hatte sich der AfD-Kreisverband geweigert, eine Erklärung des Kreistags gegen Fremdenfeindlichkeit, Extremismus und Gewalt zu unterschreiben. Auch das Zitieren und Verlinken von offen rechtsextremen Inhalten auf Facebook durch AfD-Mitglieder bestätigten den Eindruck, dass sie den demokratischen Konsens nicht mittragen, so die Initiatoren der Greifswalder Mahnwache.

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