zur Navigation springen

Landesentwicklungsprogramm : Glasfaser in alle Ecken und Enden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Bereitstellung schneller Internetverbindungen bekommt in den Plänen der Landesregierung MV einen höheren Stellenwert - konkrete Ziele gibt es aber nicht.

Die Bereitstellung schneller Internetverbindungen bekommt in den Plänen der Landesregierung einen höheren Stellenwert. Anders als der Bund, der  bis 2018 Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Mbit/Sekunde anstrebt, verzichtet das Land aber auf konkrete Ausbauziele und Fristen. „Die Glasfaser zu möglichst vielen Ecken und Enden im Land zu bringen, ist wichtiger als festgelegte Zielmargen“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) gestern nach der Vorlage des überarbeiteten Landesraumentwicklungsprogramms.

 Zuvor hatte das Kabinett dem Entwurf zugestimmt und grünes Licht für die zweite Beratungsrunde mit den Verbänden gegeben. Für Anfang Juli seien vier Regionalkonferenzen geplant, kündigte der Minister an. Danach sollten die Änderungsvorschläge geprüft und in das auf mindestens zehn Jahre angelegte Programm eingearbeitet werden. Vermutlich im Frühjahr 2016 werde es dann beschlossen. In der ersten Stufe des Beteiligungsverfahrens seien schon 2100 Stellungnahmen eingegangen.

Erstmals tauche in dem 80-seitigen Papier nun die Kommunikationsinfrastruktur als eigenständiger Bereich auf. Pegel machte jedoch deutlich, dass der notwendige Ausbau nur mit Hilfe des Bundes zu erreichen sei. Ersten Schätzungen auf Basis einer Studie des TÜV Rheinland zufolge müsse allein für MV mit Kosten von 2,3 Milliarden Euro gerechnet werden. Angesichts der Summen sei lediglich ein Ausbau in Stufen möglich. Erst kürzlich hatte die Landesregierung beschlossen, 50 Millionen Euro aus dem Hilfsfonds des Bundes für bedürftige Kommunen für den Breitbandausbau in ländlichen Gebieten einzusetzen. Zudem werde Geld aus der Versteigerung vom UMTS-Lizenzen durch den Bund erwartet.

Im Landesraumentwicklungsprogramm sind auch die Ausbauziele für Windparks auf See formuliert. Nach Protesten hatte die Regierung die Eignungsflächen um fast zwei Drittel auf 200 Quadratkilometer reduziert. Zudem werden Zentren wirtschaftlicher Entwicklung gekennzeichnet und besonders förderungswürdige ländliche Regionen benannt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen