Gene für Blutzellen entschlüsselt

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12. Oktober 2009, 08:26 Uhr

Greifswald | Greifswalder Forscher haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika Gene entschlüsselt, die sich auf die Anzahl und Größe der wichtigsten menschlichen Blutzellen auswirken. "Die Ergebnisse haben weitreichende Bedeutung für das Verständnis der Entstehung von vielen Erkrankungen", teilte Professor Andreas Greinacher vom Greifswalder Institut für Immunologie und Transfusionsmedizin gestern mit. Die Gene beeinflussten über die Größe und Anzahl der Blutzellen die Entwicklung von Krebszellen, aber auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Die Ergebnisse sollen im November in der Zeitschrift Nature Genetics publiziert werden, online aber bereits von heute an zu lesen sein.

Den Angaben zufolge haben die Daten der regionalen Gesundheitsstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) in Vorpommern geholfen, wichtige genetische Funktionen aufzudecken. SHIP ist eine der größten Gesundheitsstudien zur Erforschung von Volkskrankheiten. Sie wurde 1996 gestartet, derzeit läuft die dritte Reihenuntersuchung.

In dem wissenschaftlichen Gemeinschaftswerk von 80 Forschern wurden die Gene von 14 000 Menschen, davon 4300 aus Vorpommern, untersucht. Die Forscher haben über zwei Millionen genetische Unterschiede analysiert und konnten 22 genetische Veränderungen herausfiltern, die für die Zahl und die Größe von Blutzellen von Bedeutung sind. Davon seien 15 Genvarianten weltweit erstmals identifiziert worden.

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