Schulsozialarbeit : Forderung nach mehr Engagement vom Land

Katja Falkenberg
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27. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Der Fachverband Schulsozialarbeit hat von der Landesregierung ein höheres finanzielles Engagement für die Tätigkeit an den Schulen gefordert. Derzeit würden die Kosten zwischen EU und den Kommunen geteilt, sagte die Verbandsvorsitzende Katja Falkenberg.

Die Landesregierung bekenne sich zwar zur Bedeutung der Schulsozialarbeit, wolle aber die finanziellen Konsequenzen nicht tragen. „Wir brauchen die Finanzierung über Landesmittel. Nur so ist der Bestand der Schulsozialarbeit an den Schulen dauerhaft gewährleistet.“

Nach langem Ringen gebe es die Zusage der EU für die Finanzierung von 225 Stellen in MV von 2014 bis 2017. „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die Finanzierung seitens der Kommunen nicht sicher ist“, sagte Falkenberg. Manche Kommunen könnten sich die notwendige 50-prozentige Co-Finanzierung kaum leisten. Deswegen werde es weiter die kurzfristigen Verträge für die Schulsozialarbeiter geben, die darüber hinaus auch noch in einer wesentlich schlechteren Gehaltsstufe als Lehrer eingruppiert sind. Nach ihren Worten betrage die Differenz im Schnitt 1000 Euro Brutto. Dabei sei anerkannt, dass die Schulen ohne Sozialarbeiter als unabhängige Instanz nicht mehr funktionieren können. Die Lehrer seien kaum fähig, die vielen Schüler mit Problemen aufzufangen. Die zur Verschwiegenheit verpflichteten Schulsozialarbeiter seien auch wichtig, um den Kontakt zu den Eltern zu halten.

Diese Probleme werden laut Falkenberg beispielsweise durch die Abwanderung aus den ländlichen Regionen immer weiter verstärkt. Es gebe zahlreiche Anträge von Schulen, die aber nicht angenommen werden. „Wir brauchen Lehrer und Sozialarbeiter, die gemeinsam dazu beitragen, den Kindern zu einem guten Start ins Berufsleben zu verhelfen.“

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