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Mai-Demonstrationen : Faire Löhne gefordert

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Bei den Mai-Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB haben am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern rund 5000 Menschen für faire Löhne demonstriert.

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erstellt am 01.Mai.2015 | 20:45 Uhr

Bei den Mai-Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB haben am Freitag in Mecklenburg-Vorpommern rund 5000 Menschen für faire Löhne demonstriert. Diese Zahl nannte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Bei den Veranstaltungen, die in diesem Jahr unter dem Motto „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!“ stand, ging es unter anderem um den Mindestlohn.

In Schwerin warb Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) für eine Stärkung der Tarifpartnerschaft. „Wir befinden uns in Deutschland in einem schärfer werdenden Wettbewerb um gute Fachkräfte“, sagte er laut Pressemitteilung. „In diesem Wettbewerb werden wir nur mithalten können, wenn auch die Löhne bei uns konkurrenzfähig sind.“ Als Niedriglohnland werde Mecklenburg-Vorpommern keine Chance haben. Der Nordosten hat bisher das niedrigste Einkommensniveau bundesweit.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) forderte in Stralsund eine ordentliche Bezahlung von Mitarbeitern in Unternehmen. Viele Firmen im Land seien diesen Weg bereits gegangen, sagte er laut Pressemitteilung. Es gelte Anreize zu schaffen.

Zugleich warb der Wirtschaftsminister dafür, die Chancen, die es auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern gebe, aktiv zu nutzen. „Die Möglichkeiten, im eigenen Land einen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz zu finden, haben sich deutlich verbessert.“ Glawe verwies auf die Fortschritte, die die Wirtschaft des Landes in den vergangenen Jahren gemacht habe. Auch im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sei das der Fall. Dafür stünden erfolgreiche Neuansiedlungen wie der Nahrungsmittelproduzent Biosanica im Pommerndreieck, der Drahtseile-Hersteller Teufelberger in Stralsund, oder der Lebensmittelproduzent Prolupin in Grimmen.

Der DGB Nord hatte in Mecklenburg-Vorpommern am Freitag zu sechs Kundgebungen in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Torgelow und Güstrow aufgerufen. Im Mittelpunkt standen dabei Forderungen nach fairen Löhnen, Tarifverträgen und sicheren Renten.

Auch der neue gesetzliche Mindestlohn war ein Thema, ebenso der Schutz von Flüchtlingen und eine nachhaltige Willkommenskultur.

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