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Pleitefonds der Volkssolidarität : Erste Immobilie versteigert

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Nach den Fondspleiten der Volkssolidarität in MV ist in Güstrow erstmals eine Immobilie zwangsversteigert worden. Die Wohnung habe für 80 000 Euro den Besitzer gewechselt, teilte das Amtsgericht Güstrow mit.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2011 | 08:21 Uhr

Güstrow | Nach den Fondspleiten der Volkssolidarität in Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag in Güstrow erstmals eine Immobilie zwangsversteigert worden. Die Wohnung im Güstrower Thünenweg habe für 80 000 Euro den Besitzer gewechselt, teilte das Amtsgericht Güstrow mit. Der Verkehrswert lag bei 122 000 Euro. Ein Ex-Fonds-Chef soll die Immobilie selbst bewohnt haben. Für zwei Immobilienfonds der beiden Kreisverbände "Bad Doberan/Rostock-Land" und "Mecklenburg Mitte" des Wohlfahrtsverbandes war Anfang Juli 2009 der Insolvenzantrag gestellt worden. Der entstandene Schaden soll sich insgesamt auf neun bis zehn Millionen Euro belaufen. Betroffen sind mehr als 1600 Anleger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrug, Untreue und Insolvenzverschleppung. Nach Angaben der Neuen Verbraucherzentrale MV wurden bereits vier Zivilklagen von Geschädigten beim Landgericht Rostock eingereicht. Eine weitere Klage wird derzeit vorbereitet.

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