Betrüger brachten 83-Jährige um 15 000 Euro : Enkeltrick: 19 Fälle in Folge

Betrüger  suchen Frauen mit älteren Vornamen wie Ingeborg oder Frieda.  Archiv
Betrüger suchen Frauen mit älteren Vornamen wie Ingeborg oder Frieda. Archiv

Allein am Donnerstag sind der Polizei in Rostock und Umgebung 19 Fälle des Enkeltrick-Betrugs gemeldet worden. Dabei wurden gezielt Frauen mit Vornamen wie Ingeborg, Anneliese, Elisabeth und Frieda angerufen.

von
11. Februar 2011, 06:42 Uhr

Rostock | Die Enkeltrick-Betrüger werden immer dreister. Allein am Donnerstag sind der Polizei in Rostock und Umgebung 19 Fälle gemeldet worden. „Zum Glück sind die älteren Menschen in keinem Fall auf diesen Trick hereingefallen“, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber unserer Reaktion.

Schlechter erging es einer 84-jährigen Rentnerin in Wismar, die am Mittwoch um 15 000 Euro betrogen wurde. Wie die Polizei gestern mitteilte, hatte ein Unbekannter bei der Seniorin angerufen und sich als Enkel ausgegeben. Er schilderte einen vermeintlichen Todesfall in der Familie und bat um Geld für einen Sarg. Die Frau habe 15000 Euro von ihrem Konto abgehoben und es an einer Straßenecke dem angeblich besten Freund des Anrufers übergeben. Erst später sei der Frau der Betrug klargeworden.

Die Polizei in Rostock teilte mit, dass zumeist Frauen mit älteren Vornamen wie Ingeborg, Anneliese oder Frieda angerufen worden seien. Die Anrufer spielten ihren Opfern im Alter von 66 bis 90 Jahren Notlagen vor und erbaten schnelle finanzielle Hilfe zwischen 10000 bis 25000 Euro.

Aufgrund der aktuellen Betrugsversuche rät die Polizeidirektion Rostock besonders älteren Menschen auch am Telefon ein gesundes Misstrauen zu behalten.

 Fragen Sie den Anrufer, der sich als entfernter Verwandter ausgibt, nach persönlichen Fakten, die ihn als wirkliches Familienmitglied auszeichnen oder fragen Sie nach den Namen von weiteren Familienangehörigen.

  Fragen Sie, wer am Telefon ist und erraten sie keinesfalls den Namen des Anrufers. Ignorieren Sie keine Dinge, die Ihnen komisch vorkommen – beispielsweise ein Verhalten, dass Sie sonst von dem Anrufer nicht kennen!

  Achten Sie auch auf eine veränderte Stimme! Lassen Sie sich die Telefonnummer des Anrufers für einen Rückruf geben! Ein Betrüger wird sie nicht nennen und seinen Anruf beenden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen