Ein Dritter im Ring

svz.de von
06. Dezember 2013, 00:36 Uhr

Die beiden Universitäten in Rostock und Greifswald fürchten keinen Wirtschaftsprüfer und keinen Landesrechnungshof, behauptet der Grünen-Politiker Johannes Saalfeld. Denn sie hätten die hohen Kosten ihrer – laut Saalfeld – berechtigten Forderungen an den Bildungsminister und an das Land sehr wohl richtig berechnet. Auch Minister Mathias Brodkorb fürchtet keine Hochschul-Finanzgutachter, vertraut er doch bislang den Rechenkünsten seiner Mitarbeiter im Ministerium – auch wenn diese andere Dinge berechnet haben als die Universitäten. Wenn beide Seiten derart selbstsicher die Prüfer begrüßen, ist scheinbar abzusehen, dass beide am Ende das Prüfergebnis in ihrem Sinne positiv interpretieren werden – und eine Lösung des Streits nur verschoben wird. Dennoch könnte es sich lohnen, einen Dritten in den Ring zu schicken. Nicht um den Kontrahenten das Rechnen beizubringen, sondern um den Unis und dem Ministerium einen gemeinsamen Weg aus dem Dschungel der Ansprüche und der Hochschulfinanzierungs-Möglichkeiten zu zeigen. Allein, so hat es den Anschein, werden sie es derzeit nicht schaffen.

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