Landwirtschaft : Diskussion um Anstieg der Wolfspopulation

Mehr Wölfe im Land - CDU stößt Diskussion über Koexistenz an
Mehr Wölfe im Land - CDU stößt Diskussion über Koexistenz an

Die CDU befürwortet eine Bestandsobergrenze für Wölfe im Land sowie deren Aufnahme ins Jagdrecht.

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17. August 2015, 21:00 Uhr

Nach der Entdeckung von mindestens neun jungen Wölfen in Mecklenburg-Vorpommern hat die CDU-Landtagsfraktion eine Diskussion über die Koexistenz von Mensch und Wolf angestoßen. Die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion, Beate Schlupp, sagte gestern, es sei ungeklärt, wie es mit der Weidehaltung bei stetig steigender Wolfspopulation weitergehen könne. „Nachdem die ersten Wolfsrisse sowohl bei Rindern als auch bei Pferden dokumentiert sind, stellt sich die Frage, ob auch diese wolfssicher einzuzäunen sind, um im Schadensfall zukünftig entschädigt zu werden“, sagte Schlupp. Tierhalter würden dies als zu teuer ansehen. Eine weitere Frage sei die Haftung, wenn durch eine vom Wolf aufgescheuchte Herde Menschen zu Schaden kommen sollten, beispielsweise bei einem Verkehrsunfall.

Auch sei nicht klar, wie sich Menschen bei einem Zusammentreffen mit einem Wolf verhalten sollen, der seine Scheu verloren hat. Die CDU-Fraktion befürwortet Schlupp zufolge die Notwendigkeit einer Bestandsobergrenze für Wölfe im Land sowie deren Aufnahme ins Jagdrecht. Wer durch den Wolf Schaden erleide oder zum Schutz vor ihm zusätzlichen Aufwand betreiben müsse, sei schnell und unbürokratisch zu entschädigen. Schlupp ergänzte: „Und wir werden auch darüber reden müssen, ob alles, was wünschenswert ist, auf Dauer auch finanziert werden kann.“

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