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MV streitet für die Rückkehr des Diploms : Diplom-Streit: SPD droht mit Gericht

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Bisher wollen drei Studiengänge der Universität Rostock - Mathematik, Chemie und Physik - ihren Studenten nach bestandener Masterprüfung das Diplom verleihen, wenn diese das wünschen.

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erstellt am 06.Jul.2011 | 07:43 Uhr

Schwerin/Rostock | MV streitet für die Rückkehr des Diploms und will seine Hochschulen bei einem möglichen Gang vor Gericht unterstützen. Bisher wollen drei Studiengänge der Universität Rostock - Mathematik, Chemie und Physik - auf Grundlage des neuen Landeshochschulgesetzes ihren Studenten nach bestandener Masterprüfung das Diplom verleihen, wenn diese das wünschen. Der Akkreditierungsrat, im Auftrag der Kultusminister zuständig für die Qualitätsüberwachung der Studiengänge in Deutschland, ist dagegen. Die Uni Rostock kündigte gestern an, ihre Anträge beim Bildungsministerium in Schwerin dennoch aufrechtzuerhalten.

MV ist das erste Bundesland, das diese Möglichkeit eröffnet. Damit will man nach der Umstellung auf das Bachelor/Master-Studiensystem dem Wunsch vor allem aus technischen Richtungen nach Erhalt des traditionsreichen "Dipl.-Ing." nachkommen.

Ein Gespräch zwischen Bildungsminister Henry Tesch (CDU) und dem Vorsitzenden des Akkreditierungsrates, Rudolf Grimm, hatte am Dienstag nicht zu einer Entspannung geführt. Grimm drohte, den Studiengängen, die das Diplom vergeben, die Akkreditierung zu entziehen. Politiker der SPD/CDU-Koalition sprangen dem Minister bei. Die Universität Rostock könne darauf vertrauen, dass das Bildungsministerium ihren Anträgen entsprechen werde. Sollte der Rat die Akkreditierung verweigern, wird notfalls der Rechtsweg beschritten.

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