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Die Brandursache

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erstellt am 10.Apr.2011 | 06:22 Uhr

Güstrow | Das Flammeninferno auf der A 19 bei Rostock ging nach Angaben der Feuerwehr von einem Wagen aus. "Das war ein Auto, das stand mittendrin und brannte", sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Hannes Möller. Durch den starken Wind und die eng zusammenstehenden Fahrzeuge habe sich das Feuer auch schnell auf benachbarte Wagen ausdehnen können. "Das war ein einziges Trümmerfeld und es waren schockierende Bilder", erklärte Möller, der als einer der Ersten am Brandort im Kreis Güstrow war. Der 47-Jährige leitete den Rettungseinsatz mit rund 300 Rettern.

Nach Auffassung von Möller hatten die Unfallbeteiligten bei dem Sandsturm kaum eine Chance, dem Zusammenstoß zu entgehen. "Sie denken, das hört nach zwei, drei Metern auf mit dem Sand und fangen danach an zu bremsen", so Möller. Weiter hinten schaffe das nicht jeder. Dann komme es zu den Auffahrunfällen, und Bränden. "Wenn die Autos auf der Autobahn unterwegs sind, laufen die Motoren heiß und auch die Teile daneben, das sind ideale Zündmöglichkeiten." Bei vielen Autos ist der Tank hinten unten rechts angeordnet, die Motorräume befinden sich meist vorn.

Vom Feuer waren den Ermittlern zufolge vor allem die Autos in der Mitte des Staus und am Ende betroffen. Auch der Gefahrguttransporter war im hinteren Teil und sei von den brennenden Pkw entzündet worden. Die Leichen der Toten verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.

"So etwas sieht man sonst nur in Katastrophenfilmen", sagte Möller.

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