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Der steinige Weg zum Weltklasse-Bahnsprinter

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erstellt am 08.Apr.2011 | 07:24 Uhr

„Im Prinzip ist in jeder Schulklasse mindestens einer dabei, der das könnte“, sagt der Erfolgstrainer, „wichtig sind die körperlichen Voraussetzungen, die Hebel der Beine beispielsweise.“ Und natürlich muss der Kandidat auch wollen. Schützlinge nimmt Ronald Grimm etwa ab der 5. oder 6. Klasse auf. „Die müssen natürlich schon auf der Straße richtig radfahren können.“

Der Trainingsumfang sollte in jüngeren Jahren drei Einheiten pro Woche nicht überschreiten. „Zweimal die Woche 40, 50 Kilometer abspulen, dazu am Wochenende ein Wettkampf oder noch eine Einheit, das reicht völlig aus. Manche wollen zu früh Erfolge erzwingen und machen zuviel, vernachlässigen aber die Athletik. Das geht dann meistens in die Hose.“ Für die richtige Balance von Kraft und Körperbeherrschung sind die Aufenthalte im Kraftraum wichtig. Auch ein Ballspiel ist alles andere als schädlich für die sportliche Grundausbildung.

Auf dem Rad ist zunächst Vielseitigkeit gefragt. „Ob Straße, BMX oder Bahn, man sollte erst einmal alles machen und sich nicht zu früh spezialisieren. Die Spezialisierung erfolgt erst bei den U17-Fahrern.“ Dazu gibt es am Ende des letzten U15-Jahres eine Sichtung, und wer für die Bahn ausgewählt wird, braucht etwa ein Jahr, um sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. „Der ganze Körper muss sich umstellen, der Stoffwechsel verändert sich. Erst im zweiten Jahr U17 kann man auf der Bahn ein ordentliches Bild abgeben.“

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