Der Pasewalker Schlossberg

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14. August 2009, 11:35 Uhr

Um den sogenannten Schlossberg von Pasewalk ranken sich seit Jahrzehnten viele Mythen. An jener Stelle nicht weit vom Stadtzentrum entfernt wird der ursprüngliche Standort einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert vermutet. Andere Annahmen gehen von einer verschwundenen Jerusalemkapelle aus, die im Mittelalter an der nach Stettin führenden Straße gelegen haben soll.

Weitgehend unbemerkt blieb in den 1960er-Jahren der Ausbau der Gewölbe zu einem Führungsbunker für die Polizei. Bis heute halten sich in der Stadt Gerüchte über die Existenz eines Geheimgangs, der angeblich bis zur Marienkirche führen soll.

Bei Sanierungsarbeiten Anfang dieses Jahres wurde man im ältesten Teil des heute als Schule genutzten Gebäudekomplexes auf die doppelten Kellergewölbe aufmerksam. In den unteren drei Kellern stießen Experten auf Backsteine und sorgsam behauene Feldsteine, wie sie einst zum Bau von Klöstern verwendet worden waren. Genauere Untersuchungen ergaben, dass die mittelalterlichen Steine vermutlich Abbruchmaterial der früheren Stadtmauer waren, die erst später wieder verbaut wurden. Auf dem Schlossberg wurde wahrscheinlich 1865 eine kleine Brauerei angelegt. Später wurden die Gewölbe als Lagerräume und Eiskeller einer Ausflugsgaststätte genutzt.

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