zur Navigation springen

Landtag : Debatte um neues Schulgesetz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 20:49 Uhr

Nach massiven Protesten der Privatschulen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landtag gestern erstmals über die Änderung des Schulgesetzes diskutiert. Der Entwurf von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) soll die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft neu regeln. Diese hatten mit harscher Kritik auf eine Neuregelung im vergangenen Jahr reagiert, die für viele große Einschnitte gebracht hatte. Einige Privatschulen für Behinderte hatten angekündigt, Schulgeld erheben zu müssen. Auch beklagten die Träger der freien Schulen ein Übermaß an Bürokratie. So sollten sie detailliert darlegen, wie sie die Zuschüsse vom Land verwenden.

Nun will die Landesregierung die Finanzierung wieder vereinfachen. Die freien Schulen sollen pro Schüler einen je nach Schulart unterschiedlichen Prozentsatz des Geldes bekommen, der den öffentlichen Schulen zur Verfügung gestellt wird. Mit der Abschaffung der umstrittenen Privatschulverordnung und der Aufstockung der jährlichen Zuschüsse um 1,7 Millionen Euro könnten die landesweit 76 Schulen in freier Trägerschaft auf dem alten Niveau weiterarbeiten, hieß es. Die Fördersätze für private Berufsschulen sollen von 50 auf 80 Prozent erhöht werden, wenn diese junge Leute in stark nachgefragten Pflegeberufen ausbilden.

An den 76 allgemeinbildenden Privatschulen im Land lernen rund 15 000 Schüler, das ist mehr als jeder zehnte. Schulträger sind Kirchen, Vereine und Gesellschaften.

Der Gesetzentwurf wurde zur weiteren Beratung in die zuständigen Ausschüsse verwiesen. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen