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Bürgerbeauftragter MV : Crones letzte Sprechstunde des Jahres

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für Menschen mit Sorgen und Nöten hält der Bürgerbeauftragte Matthias Crone die Türen seiner Behörde offen. Doch er wartet nicht nur, bis sie zu ihm kommen.

svz.de von
erstellt am 15.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Die regelmäßigen Reisen zu den Menschen in unterschiedlichen Orten Mecklenburg-Vorpommerns haben sich nach Ansicht des Bürgerbeauftragten Matthias Crone bewährt. Etwa jede vierte der jährlich rund 1600 Eingaben erreiche ihn auf mündlichem Wege bei den angebotenen Bürgersprechstunden vor Ort. „Vor allem Ältere, die sich mit der schriftlichen Formulierung ihrer Anliegen etwas schwerer tun, nutzen das Angebot. Und häufig erscheinen auch Vertreter örtlicher Bürgerinitiativen und bringen gleich mehrere Ordner an Unterlagen mit“, sagte Crone.

Zur letzten Sprechstunde des Jahres 2015 lädt er heute nach Schwerin in seine Behörde. „Wir nehmen in unseren Büros zwar das ganze Jahr über Beschwerden und Hinweise entgegen. Aber viele wissen nicht, dass man persönlich zu uns kommen kann. Deshalb noch mal dieses Angebot“, erklärte Crone. Es sei die 45. Bürgersprechstunde in dem zu Ende gehenden Jahr. Die Reisen hätten ihn dabei durch das gesamte Land geführt mit vielen Stationen von Grevesmühlen im Westen bis Ueckermünde im Osten.

Die persönlich vorgetragenen Anliegen unterschieden sich inhaltlich kaum von den schriftlichen Eingaben. „Es geht um nicht gewährte Sozialleistungen, um nicht verstandene Behördenentscheidungen oder um umstrittene Bauprojekte. Und mitunter sind es ganze Problembündel, mit denen die Menschen zum Sprechtag kommen und die wir dann versuchen aufzudröseln“, berichtete Crone. Nicht immer stelle die Auskunft die Petenten zufrieden. Vielfach könne aber der Weg zu einer Lösung des Problems aufgezeigt oder wenigstens der Dialog zwischen Bürger und Behörde wieder aktiviert werden. „Wir sehen uns da auch in einer Art Lotsenfunktion“, sagte Crone.

Regional gebe es aber unterschiedliche Schwerpunkte. Soziale Probleme seien aufgrund der wirtschaftlichen Unterschiede im Osten des Landes deutlich häufiger anzutreffen als im Westteil.

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