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Wahlumfrage : CDU hat die Nase vorn

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Union 34 Prozent / SPD rutscht auf 29 Prozent ab

svz.de von
erstellt am 07.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Bergfest für die große Koalition in Schwerin. Die Hälfte der Legislaturperiode ist erreicht. Doch wären am kommenden Sonntag Landtagswahlen, würde die CDU anders als vor zweieinhalb Jahren als klarer Sieger daraus hervorgehen. Nach einer infratest-Umfrage im Auftrage unserer Zeitung und des NDR hätten die Christdemokraten 34 Prozent der Stimmen – ein Zuwachs von 11 Prozent im Vergleich zur Landtagswahl 2011.

Damit hat die Union als Juniorpartner in der großen Koalition klar die Nase vor der SPD, die bei unserer Umfrage nur auf 29 Prozent kommt und damit ein Minus zu 2011 von 6,6 Prozent hinnehmen muss. Der Ärger über die Kommunalreform von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) scheint verraucht. Der Landesvorsitzende der Union kann wieder punkten. Ob Caffier mit diesem Ergebnis allerdings auch Ministerpräsident werden würde, ist fraglich. Denn die SPD könnte auch mit der Linken, die laut Umfrage auf 20 Prozent kommt, regieren. Dann würde Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) Regierungschef bleiben.

Pech für die CDU: Die FDP als klassischer Koalitionspartner der Union fällt sogar auf zwei Prozent und würde weiterhin nicht im Schweriner Landtag vertreten sein. Auch die Europa-kritische Alternative für Deutschland (AfD) schafft mit vier Prozent nicht den Sprung ins Landesparlament.

Noch schlechter sieht es für die rechtsextreme NPD aus. Die auf Bundesebene durch Personalquerelen und Finanznot krisengeschüttelte Partei würde ihren Stimmenanteil von 2011 auf drei Prozent halbieren und aus dem Landtag fliegen.

Die oppositionellen Grünen verlieren im Vergleich zur letzten Landtagswahl 3,7 Prozent der Wählerstimmen. Aber immerhin würden sie die Fünf-Prozent-Hürde erreichen und weiter im Schweriner Parlament vertreten sein.

Im Vergleich zur letzten Landtagswahl zeigt sich die CDU in unserer Umfrage deutlich profilierter. 48 Prozent der Befragten trauen der Union in Wirtschaftsfragen die größere Kompetenz zu – ein Plus von 13 Prozent. Dagegen schätzen nur 25 Prozent die SPD in der Wirtschaftspolitik als kompetenter ein.

Bei der Frage, wer für soziale Gerechtigkeit sorgen könnte, traut dagegen mit 39 Prozent die Mehrheit der Befragten der SPD die größte Kompetenz zu. Mit 24 Prozent kommt die Linke bei dieser Frage auf den zweiten Platz.

Nur noch 15 Prozent der Befragten glauben, dass die Grünen eine kluge Energiepolitik betreiben. Das sind 16 Prozent weniger als 2011.


 

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